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  • Riga – Wikipedia

    Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Riga (Begriffsklärung) aufgeführt.

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Riga

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RigaRiga
Artikelgliederung
1

Einleitung

Riga, Hauptstadt von Lettland, in der Nähe der Mündung der Düna (Daugava) in den Rigaischen Meerbusen gelegen.

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Wirtschaft

Riga ist das wirtschaftliche Zentrum von Lettland: Über die Hälfte der gesamten lettischen Industrieproduktion stammt aus dieser Stadt. Von größter Bedeutung ist der Hafen mit Hochsee-, Fischerei- und größtem baltischen Containerhafen. Wichtige Industriezweige sind Schiffbau, Maschinenbau, Textil- und Bekleidungsindustrie, Nahrungsmittel- und Holzproduktion, Elektrotechnik, Feinmechanik, Waggonbau sowie die Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen. Riga ist ein europaweit angesehenes Messe- und Kongresszentrum. Westlich der Stadt befindet sich ein internationaler Flughafen.

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Stadtbild und Kultur

Riga wird durch den Fluss Daugava in zwei Teile gegliedert: Die älteren Viertel auf dem Ostufer sind mit den neueren Stadtgebieten auf dem Westufer durch eine Eisenbahnbrücke und drei Straßenbrücken verbunden. Die 312 Meter lange Schrägseilbrücke Vansu tilts („Schräge Harfe”) wurde 1981 errichtet.

Die im 2. Weltkrieg stark zerstörte Altstadt von Riga wurde inzwischen wiederaufgebaut. Bekannte Bauwerke der von einem Stadtgraben umgebenen Altstadt sind der Mariendom (1215 begonnen, nach einem Brand 1595 wiedererrichtet), die Sankt-Petri-Kirche (13. Jahrhundert), ein Schloss des Deutschen Ordens (1330 begonnen), das barocke Rathaus (1750-1765) sowie zahlreiche Zunfthäuser aus dem 14. Jahrhundert. Das Stadtbild wird auch von einer großen Anzahl gut erhaltener Jugendstilhäuser geprägt. Der historische Stadtkern von Riga wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Höchstes Bauwerk der Stadt ist der 368 Meter hohe Fernsehturm.

Riga ist Universitätsstadt und Sitz der Lettischen Akademie der Wissenschaften (mit Kernforschungszentrum) sowie Sitz eines katholischen und eines evangelischen Erzbischofs. Die Stadt besitzt ein Sinfonieorchester, verschiedene Theater und zahlreiche Museen, darunter das Museum für Kunstgeschichte und Literatur, das Museum zur Geschichte der Medizin sowie das Pharmazie-Museum.

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Geschichte

Riga wurde 1201 von deutschen Kaufleuten gegründet. Die Stadt entwickelte sich zu einem Zentrum des Handels und des Kunsthandwerks und trat 1282 dem Bund der Hanse bei (Handel mit Litauen und Russland). Nach dem Untergang des livländischen Ordensstaates im 16. Jahrhundert erreichte Riga zwar ein gewisses Maß an Unabhängigkeit, ging jedoch 1581 an Polen über. 1621 wurde die Stadt von Schweden, das Riga seine Selbstverwaltung garantierte, erobert. 1710 wurde Riga nach der Niederlage Schwedens im 2. Nordischen Krieg an Russland abgetreten. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Riga zu einer der am meisten industrialisierten Städte Russlands.

Während des 1. Weltkrieges war die Stadt von 1917 bis 1918 von Deutschland besetzt. Der Friede von Riga beendete 1921 den Polnisch-Sowjetischen Krieg. Nach dem Ende des Krieges wurde Riga Hauptstadt des unabhängigen Lettland. Während des 2. Weltkrieges (1940) wurde die Stadt von der UdSSR annektiert, war daraufhin kurzfristig in deutscher Hand und kam schließlich wieder unter sowjetische Kontrolle. Die Stadt war bis 1991, als Lettland erneut unabhängig wurde, Hauptstadt der Sozialistischen Sowjetrepublik Lettland.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 735 000 (2004).

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