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Windows Live® Suchergebnisse Jura (Landschaft)Enzyklopädieartikel
Jura (Landschaft), Bergkette, die nördlich und nordwestlich der Alpen liegt. Dieser bogenförmige Gebirgszug besteht aus einer Reihe paralleler Auffaltungen (Ketten-Jura), die während der alpidischen Gebirgsbildung entstanden. Die gefalteten Kämme sind vielfach von Querbrüchen in Form steiler Schluchten durchzogen, die für die pittoreske Landschaft typisch sind. Die auf diese Weise entstandenen Quertäler werden auch Klusen genannt. Im Westen bildet der Jura ein Plateau mit verkarsteten Hochflächen (so genannter Tafel-Jura). Der Gebirgszug hat eine Gesamtlänge von etwa 320 Kilometern und eine maximale Breite von 56 Kilometern. Die Höhenlagen des Jura reichen von etwa 900 bis 1 500 Meter. Der höchste Punkt liegt ganz im Süden, westlich des Genfer Sees, wo der Crêt de la Neige eine Höhe von 1 718 Metern erreicht. Der Jura besteht vorwiegend aus Kalkstein, in dem sich zahlreiche Fossilien (z. B. Ammoniten, Muscheln, Korallen, Seeigel) finden. Die Gesteine bildeten sich während des Juras, einer Periode des Mesozoikums. Der Französisch-Schweizerische Jura beginnt im Osten Frankreichs an der Rhône, etwa beim Lac du Bourget, im Departement Ain. Von dort verläuft er in nordöstlicher Richtung. In einem lang gezogenen Bogen zieht er sich dann an der französisch-schweizerischen Grenze entlang und endet schließlich beim Berg Randen in der Nähe von Schaffhausen. In der Bundesrepublik Deutschland setzt sich der Jura östlich des Schwarzwalds durch die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern fort. Dieser Gebirgszug wird als Schwäbische und Fränkische Alb bezeichnet, die allerdings einen anderen tektonischen Aufbau besitzen.
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