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Windows Live® Suchergebnisse JuteEnzyklopädieartikel
Jute, Gattung der Lindengewächse mit rund 40 in den Tropen verbreiteten Arten von Kräutern und Halbsträuchern; außerdem Bezeichnung für die aus diesen Pflanzen gewonnenen Fasern. Die bis zu vier Meter hohen einjährigen Pflanzen haben nur wenig verzweigte Stängel. Die kleinen gelben Blüten stehen einzeln oder paarweise, aus ihnen entwickeln sich Kapselfrüchte. Die Fasern von der Innenseite der Rinde, die so genannten Bast- oder Phloemfasern, sind glänzend und zäh, aber auch spröde. Die beiden wirtschaftlich bedeutenden Arten der Gattung werden überwiegend auf den Schwemmland-Böden der indischen Flusstäler angebaut. Die Pflanzen werden nach vier oder fünf Monaten von Hand geerntet, Laub und Wurzeln werden entfernt, die übrig bleibenden Stängel werden gebündelt und zwei oder drei Wochen in Wasser eingeweicht. Dabei finden ähnlich wie beim so genannten Rösten von Lein mikrobiologische Abbauprozesse statt, bei denen sich die ein bis drei Meter langen Fasern aus dem Gewebeverband lösen. Nach Abschluss dieses Vorgangs können die Fasern leicht vom übrigen Stängelgewebe getrennt werden. Noch im Wasser werden die Stängel mit hölzernen Schlägeln kräftig geklopft. Dann werden sie gespült, gründlich ausgewrungen, um alle noch anhaftenden Fremdstoffe zu entfernen, und zum Trocknen aufgehängt. Die trockenen Fasern sind gelblich weiß, braun oder grau, weich und glänzend. Sie werden zur Herstellung von einfachen Garnen, Sackleinen und billigen Papiersorten verwendet. Systematische Einordnung: Jute bildet die Gattung Corchorus der Familie Tiliaceae. Die beiden wichtigen Arten werden wissenschaftlich als Corchorus capsularis und Corchorus olitorius bezeichnet.
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