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Windows Live® Suchergebnisse TriumviratEnzyklopädieartikel
Triumvirat (von lateinisch tres: drei und vir: Mann), im antiken Rom allgemein ein aus drei Männern (tresviri oder triumviri) bestehendes Kollegium, das für besondere Aufgaben in der Staatsverwaltung eingesetzt wurde. Im Besonderen bezeichnet der Begriff zwei politische Bündnisse in der Endphase der Römischen Republik: 1. Das so genannte 1. Triumvirat, das 60 v. Chr. von Gnaeus Pompeius, Gaius Julius Caesar und Marcus Licinius Crassus errichtet wurde und das erst die moderne Geschichtsschreibung in irreführender Weise als Triumvirat bezeichnete. Dieses Bündnis hatte keinerlei gesetzliche Grundlage, war vielmehr ein „privates”, gegen den Senat gerichtetes Bündnis, dessen Zweck in erster Linie die Erweiterung der Macht der drei Beteiligten und die gegenseitige Abgrenzung ihrer jeweiligen Interessen war. Das Bündnis zerbrach mit dem Tod des Crassus 53 v. Chr. und der Annäherung des Pompeius an den Senat 52 v. Chr. 2. Das 2. Triumvirat schlossen im Oktober 43 v. Chr. Gaius Octavius (der spätere Kaiser Augustus), Marcus Antonius und Marcus Aemilius Lepidus. Im Gegensatz zum 1. Triumvirat war dieses 2. Triumvirat offiziell sanktioniert: Durch die lex Titia wurden die Drei für fünf Jahre mit nahezu diktatorischen Vollmachten zur „Wiederherstellung des Staates” ausgestattet. 37 v. Chr. wurde das Triumvirat im Vertrag von Tarent um weitere fünf Jahre verlängert. Im folgenden Jahr wurde Lepidus ausgeschaltet, und nach dem Auslaufen des Vertrages 32 v. Chr. zerbrach das nur noch mit Mühe aufrechterhaltene Bündnis zwischen den beiden Verbliebenen, Octavian und Marcus Antonius, endgültig.
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