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    Das Schwarze Meer ( altgriechisch Πόντος Εὔξεινος ( Pontos Euxeinos ), rumänisch Marea Neagră , bulgarisch Черно море / Tscherno more , türk ...

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Schwarzes Meer

Enzyklopädieartikel
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Heilbad am Schwarzen MeerHeilbad am Schwarzen Meer
Artikelgliederung
1

Einleitung

Schwarzes Meer, Binnenmeer zwischen Südosteuropa und Kleinasien. Das Schwarze Meer ist ein Nebenmeer des Mittelmeers und mit diesem durch den Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen verbunden. Rumänien und Bulgarien begrenzen das Schwarze Meer im Westen. Anrainerstaaten sind im Norden und Osten die Ukraine, Russland und Georgien, im Süden die Türkei.

Das Schwarze Meer ist von Ost nach West etwa 1 200 Kilometer lang, bis zu 610 Kilometer breit und hat eine Fläche von etwa 436 400 Quadratkilometern (ohne seinen nördlichen Meeresarm, das Asowsche Meer, das fast vollständig vom Schwarzen Meer abgeschnitten ist). Im Norden ragt die Halbinsel Krim in das Schwarze Meer hinein.

Der Meeresgrund liegt im zentralen Becken etwa 1 830 Meter unter der Wasseroberfläche. Die tiefste Stelle ist mehr als 2 135 Meter tief. Häufig treten Stürme auf, vor allem im Winter. Der Wind weht dann meistens aus Norden.

2

Wasserhaushalt

Viele mittel- und osteuropäische Flüsse haben ihren Abfluss im Schwarzen Meer, darunter Dnjepr, Dnjestr, Südlicher Bug und Donau. Eine beachtliche Wassermenge fließt auch aus dem osteuropäischen Teil Russlands über den Don, aus dem Westkaukasus über den Kuban (die beide in das Asowsche Meer münden) und über mehrere kleinere Flüsse zu. Schließlich münden Flüsse aus dem nördlichen Teil Kleinasiens ins Schwarze Meer. Insgesamt fließen jährlich über 400 Kubikkilometer Süßwasser durch Flüsse und etwa 193 Kubikkilometer Salzwasser aus dem Mittelmeer über den Bosporus ins Schwarze Meer. Jährlich entweichen durch Abfluss mehr als 348 Kubikkilometer und weitere 245 Kubikkilometer durch Nettoverdunstung (Verdunstung abzüglich Niederschlag). Dies führt zu einer allmählichen Aussüßung des Meerwassers.

Die klimatischen Verhältnisse an den Küsten werden durch ihre Lage im Übergangsgebiet vom mediterranen Klima im Südwesten zum südrussischen Steppenklima im Norden und Osten geprägt. Große jahreszeitliche Unterschiede bestehen bei den Temperaturen an der Wasseroberfläche. In den Sommermonaten betragen die Mittelwerte 22 bis 24 °C, in Küstennähe sogar bis zu 28 °C. In den Wintermonaten dagegen sinken die Temperaturen an der Wasseroberfläche auf 8 °C im südlichen Teil und 0 °C im nördlichen Teil des Schwarzen Meers. Der Salzgehalt an der Wasseroberfläche schwankt zwischen 15 und 18 Promille. Ein Austausch zwischen der salzarmen Obenflächenschicht und den salzreicheren tieferen Wasserschichten findet nicht statt. Die Gezeiten sind bei halbtägigen Tidenhüben bis elf Zentimeter sehr gering.

3

Wirtschaft

Wertvoller Stör und andere Fischarten sind im Schwarzen Meer reichlich vorhanden. Seine Häfen, in denen die Erzeugnisse aus der Ukraine und den angrenzenden Republiken umgeschlagen werden, sind für den regionalen Handel von besonderer Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Odessa, Mekolajiw, Cherson, Kertsch und Sewastopol in der Ukraine, Rostow am Don und Noworossijsk in Russland, Poti und Batumi in Georgien, Ereğli, Samsun, Sinop und Trabzon in der Türkei, Burgas und Varna in Bulgarien sowie Konstanza in Rumänien.

Die mit subtropischer Vegetation bewachsenen Küstengebiete zählen zu beliebtesten Fremdenverkehrszielen der Anrainerstaaten. Bevorzugte Reiseziele sind die „bulgarische Riviera” bei Varna, die „kaukasische Riviera” (um Sotschi in Russland) sowie zahlreiche Seebäder wie Mamaia in Rumänien und Jalta in der Ukraine.

4

Umwelt

Durch massive Einleitung von Abwässern sowie durch Überfischung ist das ökologische Gleichgewicht im Schwarzen Meer erheblich gestört. Insbesondere der Eintrag industrieller Abwässer durch die Flüsse Donau und Dnjepr hat zu einer starken Wasserverschmutzung beigetragen. Dabei gelangen hohe Mengen an Schwermetallen wie Blei und Uran sowie Phosphate und Nitrate in das Meer. Das flächenhafte Auftreten bestimmter Quallenarten entzog zahlreichen Fischen die Nahrungsgrundlage. Bedingt durch den Eintrag von Schwefeleisen sind die Bodensedimente grau bis schwarz gefärbt. Den im Oktober 2001 veröffentlichten Ergebnissen einer Studie des UN-Umweltprogramms (UNEP) zufolge verschlechtert sich der Zustand des Gewässers kontinuierlich. So ging der Fischbestand in den vergangenen 20 Jahren um rund ein Drittel zurück.

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