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Schwarzes MeerEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Anfänge der Schifffahrt im Schwarzen Meer liegen weit zurück. Sie bildete die Grundlage für zahlreiche koloniale und wirtschaftliche Verbindungen zur Zeit der alten Griechen und Römer und später im Byzantinischen Reich. Nachdem die Türken 1453 Konstantinopel, Hauptstadt und letztes Bollwerk des Byzantinischen Reiches, erobert hatten, war das Meer fast drei Jahrhunderte lang vom Außenhandel abgeschnitten. Anfang des 18. Jahrhunderts begann das Russische Reich damit, die Vorherrschaft der Türken im Schwarzen Meer zu beenden. Nach den Bedingungen des Pariser Friedens von 1856, der den Krimkrieg beendete, wurde das Meer für den internationalen Handel geöffnet und für neutral erklärt. Der russische Zar Alexander II. erkannte die Neutralitätsklausel aber nicht an und stationierte 1870 eine Marineeinheit am Schwarzen Meer. Auf einer Konferenz der europäischen Mächte 1871 wurde dieser Schritt nachträglich gebilligt, dem türkischen Sultan aber das Recht zugestanden, die Dardanellen und den Bosporus für Kriegsschiffe zu schließen. Nach der Niederlage der Türkei im Russisch-Türkischen Krieg 1877/78 erlangten die Russen wichtige Rechte für ihren Handel auf dem Schwarzen Meer. Im 1. Weltkrieg kämpfte die russische Schwarzmeerflotte gegen die Türkei. Im Oktober 1999 orteten Forscher an den Rändern des Schwarzen Meeres in rund 140 Meter Tiefe eine seit fast 8 000 Jahren versunkene Küstenlinie. Es wird vermutet, dass die Menschen dort damals weit unter dem Niveau des heutigen Meeresspiegels lebten. Im August 2002 wurden bei einem Forschungstauchgang westlich der Halbinsel Krim in einer Wassertiefe von 230 Metern Korallenriffe entdeckt, die Höhen von bis zu vier Metern erreichen.
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