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Windows Live® Suchergebnisse Pearl HarborEnzyklopädieartikel
Pearl Harbor, Bucht auf der Insel Oahu (Hawaii), etwa zehn Kilometer westlich von Honolulu; einer der wichtigsten Flottenstützpunkte der Vereinigten Staaten von Amerika. Im Jahr 1887 erhielt die Regierung der Vereinigten Staaten zum ersten Mal das alleinige Nutzungsrecht über die Bucht sowie das Recht, hier eine Reparaturwerft und eine Kohlenstation für die Schifffahrt zu betreiben. Hafenarbeiten wurden jedoch erst nach der Annexion der Hawaii-Inseln durch die Vereinigten Staaten 1898 in Angriff genommen. 1911 war die Ausschachtung eines breiten Kanals vom offenen Meer her beendet; dieser führte durch eine Sandbank und ein Korallenriff vor dem Hafen. Der Kanal ist etwa elf Meter tief, der Hafen hat eine maximale Tiefe von 18 Metern, so dass er auch die größten Seeschiffe aufnehmen kann. Am frühen Morgen des 7. Dezember 1941 griffen japanische Unterseeboote und flugzeugträgergestützte Kampfflugzeuge die amerikanische Pazifikflotte in Pearl Harbor an. Nahe gelegene Militärflughäfen wurden ebenfalls von den japanischen Flugzeugen bombardiert. Acht amerikanische Schlachtschiffe und zehn weitere Seeschiffe wurden versenkt oder schwer beschädigt, fast 200 amerikanische Flugzeuge wurden zerstört, und nahezu 3 000 Marine- und Militärangehörige wurden getötet oder verletzt. Das mit diesem Angriff verfolgte Hauptziel der japanischen Machthaber – die komplette Ausschaltung der Pazifikflotte der Vereinigten Staaten – konnte jedoch nicht erreicht werden. Am Morgen des 7. Dezember 1941 waren viele Teile der US-Flotte auf See; zum anderen konnten die Verluste durch die rasche Produktion neuer Schiffe und Flugzeuge in kurzer Zeit wieder ausgeglichen werden. Dieser japanische Angriff markierte den Eintritt Japans in den 2. Weltkrieg an der Seite Deutschlands und Italiens sowie den Eintritt Amerikas auf der Seite der Alliierten. Kurze Zeit nach dem Angriff ernannte der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt eine Untersuchungskommission und beauftragte sie, zu ermitteln, ob Fahrlässigkeit zum Erfolg des japanischen Luftangriffs auf Pearl Harbor beigetragen hatte. Der Bericht der Kommission befand, dass sich die Marine- und Armeekommandanten von Hawaii, Konteradmiral Husband E. Kimmel und Generalmajor Walter C. Short, der „Pflichtversäumnis und Fehleinschätzung” schuldig gemacht hatten; die beiden Männer wurden anschließend ihrer Funktionen enthoben. In späteren Untersuchungen wurden jedoch andere Schlussfolgerungen gezogen. In seinem Bemühen, die Kontroverse beizulegen, entschied der amerikanische Kongress, nach Ende des Krieges vollständige und öffentliche Nachforschungen anzustellen. Das Kongresskomitee begann seine Nachforschungen im November 1945. Zahlreiche Zeugenaussagen gaben einen Überblick über alles, was man über den Angriff auf Pearl Harbor wusste. Im Juli 1946 gab das Komitee sein Urteil bekannt. Die Hauptschuld wurde General Short und Admiral Kimmel zugesprochen, die allerdings nur der „Fehleinschätzung” für schuldig befunden wurden. Das USS Arizona National Memorial oberhalb der Überreste eines Kriegsschiffes in Pearl Harbor ist eine Gedenkstätte zu Ehren der Amerikaner, die bei dem Angriff ums Leben kamen.
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