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Windows Live® Suchergebnisse AbfallbeseitigungEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Abfallbeseitigung, Beseitigung von im Allgemeinen festen oder schlammigen, teilweise auch flüssigen Materialien, die durch menschliche Aktivitäten oder Haustiere entstehen und die zumeist wertlos, unerwünscht oder giftig sind. Dazu zählen: kompostierbare Küchen- und Gartenabfälle; nichtkompostierbare Abfälle, die entweder brennbar (wie Papier, Holz und Stoff) oder nicht brennbar sind (wie Metall, Glas und Keramik); Bauschutt; Rückstände aus der Verbrennung von festen Brennstoffen (Asche); Rückstände aus der Abwasserreinigung in Kläranlagen (Klärschlamm); Industrieabfälle (Chemikalien, Farben usw.); landwirtschaftliche Abfälle (Gülle aus der Viehhaltung und Grünabfälle); Tierkadaver.
Neben dem ökologisch überaus bedeutenden Recycling bestehen die wichtigsten Entsorgungsmethoden im Deponieren, Verbrennen und Kompostieren.
Die Müllentsorgung auf öffentlichen Deponien ist die billigste Form der Abfallbeseitigung. Der größte Teil der Entsorgungskosten fester Abfälle entsteht durch den Transport. Voraussetzung für die Anlage einer Deponie ist, dass sich geologisch und hydrologisch geeignetes Land in der Nähe der Abfallerzeuger befindet. So muss die ausgewählte Fläche u. a. einen niedrigen Grundwasserspiegel aufweisen und darf keinen Überschwemmungen ausgesetzt sein. In so genannten geordneten Deponien wird der Abfall in einer wannenförmigen Senke in dünnen Schichten verteilt, nachdem eine Dichtung (Folie, Ton) und eine Schutzschicht (Sand, Kies) aufgetragen wurden. Damit wird vermieden, dass flüssige Abfälle das Grund- oder Oberflächenwasser verunreinigen. Jede Schicht wird von einem Bulldozer zusammengepresst (Müllverdichtung), bevor man die nächste Schicht aufbringt. Zwischen den Schichten wird eine Lage aus Bauschutt oder Erde aufgetragen, um die Geruchsbelästigungen zu verringern. Hat die Deponie eine Höhe von etwa 30 bis 100 Metern erreicht, wird die Fläche mit Erde bedeckt und bepflanzt (rekultiviert). Durch die Zersetzung organischer Abfälle entstehen in Deponien Gase, die abgeleitet werden müssen. Wenn sich eine größere Methangasmenge angesammelt hat, besteht unter Umständen Explosionsgefahr. Auch das Sickerwasser muss aufgefangen werden. Neben den geordneten Deponien werden ehemalige Bergwerke als Untertagedeponien genutzt. Verboten sind seit 1972 die so genannten Müllkippen oder offenen Deponien, auf denen Müll ohne vorherige Verdichtung und ohne jegliche Kontrolle gelagert wird. Gleiches gilt für die wilden Deponien, wie sie teilweise in Wäldern anzutreffen sind.
In herkömmlichen Verbrennungsanlagen werden vor allem Abfälle aus dem kommunalen Bereich und aus hygienischen Gründen auch die Abfälle aus Krankenhäusern verbrannt. Sie werden zunächst zerkleinert und dann auf beweglichen Gittern (so genannten Wanderrosten) transportiert, um dort in Kammern verbrannt zu werden, die mit nichtbrennbarem Material ausgekleidet sind. Die bei diesem Prozess freigesetzte Energie wird u. a. zur Erzeugung von Heißwasser verwendet. Durch die Verbrennung wird das Müllvolumen um rund 90 Prozent verringert. Übrig bleiben Schlacke und Asche. Die Emission der Asche und anderer Partikel wird oft von so genannten Skrubbern, Rieseltürmen zur Gasreinigung, elektrostatischen Ausfäll- bzw. Niederschlagsapparaten und Papierfiltern verhindert. Ferner entstehen bei der Verbrennung u. a. Kohlendioxid, Schwefeloxide, Stickstoffoxide und andere Abgase. Bei der Verbrennung von Polyvinylchlorid (PVC) werden schädliche Salzsäuregase freigesetzt. Um eine negative Beeinträchtigung der Umwelt bei der Verbrennung solcher Stoffe zu vermeiden, werden die Gase mit Hilfe von Schwefel- und Fluorverbindungen und einer nassen Abgasreinigung entfernt. Die Umweltverträglichkeit der Müllverbrennungsanlagen hängt von der Zusammensetzung des jeweils verbrannten Mülls und den daraus entstehenden Schadstoffen ab. Siehe auch Abfallverbrennung
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