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Abfallbeseitigung

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Überfüllte MüllkippenÜberfüllte Müllkippen
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2.3

Kompostieren

Das Kompostieren von festen Abfällen erfordert die Vorbehandlung der Abfälle und das aerobe Abbauen organischer Masse durch Mikroorganismen. Der Abfall wird vorsortiert, um solche Stoffe auszusondern, die sich eventuell recyceln lassen oder nicht kompostiert werden können. Dann wird der Abfall zerkleinert, um die Effizienz des Verrottungsprozesses zu erhöhen. Danach wird er in Gärzellen gelagert, die günstige Bedingungen für Mikroorganismen (25-50 °C) aufweisen. Diese wandeln die Abfälle unter Einwirkung von Luftsauerstoff und Feuchtigkeit zu Humus um. Nach mehreren Monaten Lagerung ist der Prozess beendet: Der nährstoffreiche Kompost wird eingesammelt, in Säcke verpackt und ausgeliefert.

3

Energiegewinnung

Über thermische Prozesse lässt sich auf verschiedene Art und Weise aus festen Abfällen Energie gewinnen. Diese Prozesse werden erforscht und befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Man kann sie in zwei Gruppen einteilen: Verbrennung und Pyrolyse. Bei der Abfallverbrennung lässt sich Wasserdampf oder Heißwasser erzeugen. Eine technische Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, dass der Brennraum mit Wasserrohren durchzogen ist. Das Wasser, das durch diese Rohre zirkuliert, absorbiert die in der Brennkammer erzeugte Wärme und wird erhitzt.

Die Pyrolyse ist ein Verfahren, bei dem feste Abfälle durch die Zufuhr von Hitze und Sauerstoff chemisch zersetzt werden. Dadurch entsteht ein Gasstrom, der je nach den Eigenschaften des pyrolysierten Materials aus Wasserstoff, Methan, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, anderen Gasen und Asche bestehen kann.

4

Recycling

Die Wiederverwertung fester Abfälle als Rohstoffe zur Herstellung neuer Produkte kann bis in die Antike zurückverfolgt werden: Bereits unsere Vorfahren schmolzen metallische Bestandteile wieder ein, um aus ihnen neue Gegenstände zu gießen. Beim Recycling wird unterschieden zwischen der wiederholten Benutzung, wie sie z. B. bei Pfandflaschen verbreitet ist, der Wiederverwendung in der Produktion (beispielsweise Flaschen zu Altglas), der Weiterverwertung in anderen Produktionsprozessen (Herstellung von Stahl aus Schrott) und schließlich der Weiterverwendung in neuen Anwendungsbereichen (Verwendung von Altpapier als Dämmmaterial). Die wieder verwendbaren Materialien werden heute mit verschiedenen Methoden aus dem Müll heraussortiert, u. a. durch: Schreddern; die magnetische Trennung von Metallen; einen Luftstrom, in dem leichte und schwere Bestandteile getrennt werden; Sieben und Waschen. Eine andere Methode der Wiedergewinnung ist das so genannte Nassaufschlussverfahren: Der eintreffende Abfall wird im Feuchtebottich, der einem überdimensionalen Küchenabfalleimer ähnelt, mit Wasser und Erde zu einem Brei vermischt. Große Metallteile und andere nichtvermischbare Bestandteile werden von einem Magneten herausgezogen, bevor die feuchte Masse in eine Zentrifuge befördert wird, einen so genannten Flüssig-Fliehkraftabscheider. Hier werden die schweren, nichtbrennbaren Stoffe wie Glas, Metall und Keramik ausgesondert und in ein Glas- und Metallrecyclingsystem geleitet. Außerdem gibt es ein Papierrecyclingsystem. Die Rückstände, die am Ende noch übrig bleiben, werden entweder verbrannt oder in Deponien endgelagert. In den Vereinigten Staaten wurde 1998 ein lasergesteuertes Verfahren zum Sortieren von Plastikmüll entwickelt. Es soll dessen Trennung in verschiedene Kunststoffsorten ermöglichen und somit die Voraussetzungen für das Recyceln von Kunststoffen wesentlich verbessern.

Kommunale Behörden veranlassen die Verbraucher, Flaschen, Dosen, Papier, Pappe und andere wieder verwertbare Stoffe getrennt vom übrigen Abfall zu sammeln. Dieser Müll wird zu Sammelstellen oder direkt zu Recycling-Einrichtungen transportiert; dadurch wird das Müllaufkommen in Verbrennungsanlagen und auf den Deponien reduziert.

5

Sondermüll

Sondermüll umfasst giftige Chemikalien und leicht entzündliche, radioaktive Substanzen oder Stoffe, die Erreger übertragbarer Krankheiten enthalten bzw. hervorbringen können. Diese Abfälle können als Schlamm, Flüssigkeiten, als Gase oder Feststoffe vorliegen. Auf Grund seiner Beschaffenheit muss Sondermüll in speziellen Anlagen gesammelt und gelagert werden.

Radioaktive Substanzen gehören zum Sondermüll, weil der Kontakt von Lebewesen mit ionisierender Strahlung dem betreffenden Organismus schwere Schäden zufügen kann (siehe Strahlenwirkungen, biologische) und diese Stoffe über sehr lange Zeiträume nicht abgebaut werden. Die Entsorgung von radioaktiven Stoffen und anderem Sondermüll wird staatlich geregelt. Radioaktive Abfälle unterscheiden sich in ihrer Strahlungsintensität, hoch radioaktive Abfälle werden in Salzstöcken endgelagert. Da von diesen Abfällen über Jahrhunderte Gefahren ausgehen, protestieren weite Bevölkerungskreise gegen diese Form der Entsorgung.

Siehe auch Luftverschmutzung; Umwelt und Umweltschutz; Wasserverschmutzung

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