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Windows Live® Suchergebnisse KynikerEnzyklopädieartikel
Kyniker, Mitglieder einer griechischen Philosophenschule, die in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. von Antisthenes, einem Schüler des Sophisten Gorgias und später des Sokrates begründet wurde. Diogenes von Sinope, der führende Vertreter des späteren Kynismus wurde mit dem Spitznamen Kyon (griechisch: Hund) belegt, ein Hinweis darauf, dass das Wort Kyniker auch von Kyon abgeleitet sein könnte. Im Allgemeinen hält man es jedoch für eine Ableitung von Cynosarges, dem Namen des Gymnasiums, an dem Antisthenes lehrte. Die Kyniker behaupteten, dass die Zivilisation mit all ihren Problemen ein künstlicher, unnatürlicher Zustand sei und daher verachtet werden müsse. Deshalb setzten sie sich für eine Rückkehr zum natürlichen Leben ein, das sie mit einem einfachen Dasein gleichsetzten. Sie behaupteten, dass man nur durch Unabhängigkeit das vollkommene Glück erlangen könne, da diese Unabhängigkeit und nicht Reichtum und Luxus das wahre Gute sei. Daher lebten die Kyniker ausgesprochen asketisch und sahen die Enthaltsamkeit als das Mittel menschlicher Befreiung an. Ihnen lag nicht so viel an der Befriedigung natürlicher Bedürfnisse wie an der Nichtbefriedigung der künstlichen. Diogenes’ Schüler Krates von Theben hatte einigen Einfluss auf Zenon von Kition, den zypriotischen Philosophen und Gründer des Stoizismus. Der grundlegende Unterschied in der Einstellung zwischen diesen beiden Schulen ist, dass die Kyniker die äußere, gegenständliche Welt mit Verachtung betrachteten, während die Stoiker ihr keine Bedeutung zumaßen.
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