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Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei

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Hitler in NürnbergHitler in Nürnberg
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1

Einleitung

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), nach dem 1. Weltkrieg rechtsradikale Splitterpartei, gegen Ende der Weimarer Republik bedeutende politische Kraft, in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) die einzige zugelassene Partei.

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Die Anfänge (1919-1925)

Die Partei wurde am 5. Januar 1919 von dem Eisenbahnschlosser Anton Drexler und dem Journalisten Karl Harrer in München als Deutsche Arbeiterpartei (DAP) gegründet und am 24. Februar 1920 in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannt. Adolf Hitler trat der Partei am 12. September 1919 bei und war zunächst ihr Propagandachef. Am 29. Juli 1921 wurde Hitler zum Parteivorsitzenden mit umfangreichen Vollmachten gewählt; es galt nun innerhalb der Partei das Führerprinzip, Mehrheitsbeschlüsse wurden abgeschafft.

Das 25 Punkte umfassende Parteiprogramm vom 24. Februar 1920, das Drexler und Hitler zusammen verfassten, zeichnete sich durch stark antiliberale, antikapitalistische, imperialistische und besonders antisemitische Züge aus. Entscheidend für die Politik und die Ideologie der NSDAP waren vor allem die ersten vier Punkte des Parteiprogramms: 1. Die Schaffung eines Großdeutschlands, in dem alle Deutschen zusammengefasst wären; 2. die Revision des Versailler Vertrags; 3. Die Forderung nach Kolonien für Deutschland; und 4. die Entfernung aller Juden aus Deutschland. Anders als es ihr Name vermuten lässt, war die NSDAP antisozialistisch und antimarxistisch ausgerichtet, wenngleich sie ihr Programm in erster Linie auf den wirtschaftlich benachteiligten bzw. gefährdeten unteren Mittelstand ausrichtete.

Seit 1920 war das Hakenkreuz Symbol der Partei und der Völkische Beobachter das zentrale Parteiorgan. 1923 übernahm Alfred Rosenberg, der führende Ideologe der Partei, die Chefredaktion der Zeitung.

1920 wurde die Sturmabteilung (SA) zunächst als Saalschutzgruppe gegründet; 1921 wurde sie unter der Leitung von Ernst Röhm in eine paramilitärische Kampfgruppe umgewandelt, die durch Straßenterror auf die Partei aufmerksam machte und eine wesentliche Rolle beim Aufstieg der Partei spielte. In Preußen sowie in einigen anderen nord- und mitteldeutschen Ländern wurde die NSDAP aufgrund ihrer Radikalität und des SA-Terrors 1922 verboten; die Partei war zunächst eine relativ kleine, dafür besonders lautstarke, auf Bayern begrenzte Splitterpartei, die sich der Unterstützung konservativer und antikommunistischer Kräfte aus Militär, Verwaltung und Wirtschaft erfreute.

Im November 1923 glaubte Hitler die politische Situation in Bayern und im Reich für einen Putschversuch zunächst gegen die bayerische, anschließend gegen die Reichsregierung nutzen zu können. Der Hitler-Putsch vom 9. November 1923 scheiterte; er wurde später von der NSDAP propagandistisch als „Marsch auf die Feldherrnhalle” verherrlicht, und der 9. November wurde zum Gedenktag der Partei erklärt. Nach dem gescheiterten Putsch wurden die NSDAP, die SA und auch der Völkische Beobachter verboten; die Partei, die zum Zeitpunkt ihres Verbotes etwa 55 000 Mitglieder hatte, erhielt sich aber bis zur ihrer Wiederzulassung im Februar 1925 in verschiedenen anderen völkisch-antisemitischen Organisationen.

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Die Konsolidierung der NSDAP (1925-1930)

Nach dem gescheiterten Putsch, während seiner kurzen Haftzeit 1924, änderte Hitler sein strategisches Konzept: „Statt die Macht durch Waffengewalt zu erringen, werden wir zum Ärger der katholischen und marxistischen Abgeordneten unsere Nasen in den Reichstag stecken. Wenn es auch länger dauert, sie zu überstimmen als sie zu erschießen, so wird uns schließlich ihre eigene Verfassung den Erfolg garantieren”; d. h. Hitler ging vom Putschgedanken ab und strebte eine legale Machtübernahme via Wahlen und Reichstag an. Bei der Neugründung der Partei am 27. Februar 1925 im Münchner Bürgerbräukeller verzichtete Hitler nochmals öffentlich auf alle Versuche, den Staat mit Gewalt zu stürzen, und versprach für seinen Kampf um die Macht die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Ebenfalls 1925 wurde die SA wieder aufgebaut und die Schutzstaffel (SS), zunächst als Unterorganisation der SA, zum persönlichen Schutz Hitlers gegründet.

Bei ihrer Neugründung organisierte sich die Partei sogleich reichsweit; die Reichsleitung der Partei, die sich zunächst in Gaue und Ortsgruppen untergliederte, saß in München. Ende 1925 hatte die NSDAP etwa 27 000 Mitglieder, 1926 knapp 50 000, 1927 etwa 72 000 und 1928 circa 100 000 Mitglieder. 1929, während der Weltwirtschaftskrise, stieg die Mitgliederzahl auf 150 000 und 1930 auf 400 000.

In der Konsolidierungsphase setzte sich in der NSDAP das Führerprinzip vollkommen durch, die politische Willensbildung innerhalb der Partei geschah durch Befehl seitens der Parteiführung an das gläubige Parteivolk. In dieser Zeit entstand auch der ausgeprägte Führerkult, der propagandistisch sowohl verstärkt als auch genutzt wurde; bereits ab 1923 wurde innerhalb der Partei allmählich der Gruß „Heil Hitler” üblich. Daneben entwickelte die Partei ihre Propagandamittel zu äußerst wirkungsvollen Instrumenten: Sie verstärkte ihre Agitation, organisierte massenwirksame Großveranstaltungen wie die Reichsparteitage in Weimar (1926) und Nürnberg (1927, 1929), steigerte ihre Attraktivität für bestimmte Kreise durch einen massiven Einsatz paramilitärischer Attribute und Verhaltensweisen wie Uniformen, Marschmusik und Aufmärsche, und sie demonstrierte permanent Gewaltbereitschaft gegenüber politischen Gegnern und wandte gegen ihre Gegner auch ohne zu zögern Gewalt an. Während ihrer Konsolidierungsphase war die aggressive, negativ geprägte, auf die Diffamierung ihrer Gegner ausgerichtete Propaganda die wesentliche Tätigkeit der Partei.

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Aufstieg und Machtergreifung (1930-1933)

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise begann der rasante Aufstieg der NSDAP. Bei den Reichstagswahlen vom 20. Mai 1928 hatte die NSDAP lediglich 2,6 Prozent (12 Abgeordnete) der Stimmen erhalten; bei den Reichstagswahlen vom 14. September 1930 erreichte sie 18,3 Prozent und war nun mit 107 Reichstagsabgeordneten zweitstärkste Fraktion nach der SPD. Am 31. Juli 1932 bekam die NSDAP 37,4 Prozent der Stimmen und wurde mit 230 Sitzen stärkste Partei im Reichstag. Die Mitgliederzahl der Partei verdoppelte sich zwischen 1930 und 1931 auf 800 000. Ende 1929 war die NSDAP auch in den meisten Länderparlamenten vertreten, und 1930 war sie in einigen der kleineren Länder an der Regierung beteiligt.

Gefördert wurde diese Entwicklung durch Zweckbündnisse der NSDAP mit etablierten antirepublikanischen Kräften in allen Bereichen der Gesellschaft, wie z. B. durch die Harzburger Front der NSDAP u. a. mit der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) Alfred Hugenbergs. Die NSDAP erschien nun vielen als eine bessere Alternative zum Weimarer Staat, und mit ihrer aggressiven Propagandatechnik gelang es der Partei jetzt, in allen Bevölkerungsschichten Anhänger für sich zu gewinnen.

Trotz des Wahlerfolges der NSDAP im Juli 1932 lehnte Hitler eine Regierungsbeteiligung ab; als Führer der stärksten Partei forderte er das Kanzleramt für sich selbst, das ihm Reichspräsident Paul von Hindenburg vorläufig noch verweigerte. Hitlers starre Haltung provozierte parteiinterne Auseinandersetzungen, u. a. mit Georg Strasser, und entfremdete viele Mitglieder und Wähler der Partei; bei den Reichstagswahlen vom 6. November 1932 verlor die NSDAP über vier Prozent der Stimmen, blieb aber weiterhin stärkste Partei. Auf massiven Druck konservativer Kräfte wie Franz von Papen und Alfred Hugenberg ernannte Hindenburg schließlich am 30. Januar 1933 Hitler zum Reichskanzler einer Koalitionsregierung aus NSDAP und DNVP.

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