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Duluth

Enzyklopädieartikel

Duluth, Stadt im Bundesstaat Minnesota (USA).

Duluth hat gemeinsam mit der Stadt Superior (Wisconsin) Hafenanlagen am Westende des Oberen Sees und ist über den Sankt-Lorenz-Seeweg mit dem Atlantik verbunden. Der Hafen ist zwar in den Wintermonaten zugefroren, aber dennoch ist er einer der Hauptumschlagplätze für Rohstoffe aus dem Mittleren Westen der USA. Verschifft werden vor allem Eisenerz, Getreide, Kohle, Öl und Holz. Die Stadt beheimatet die Universität von Minnesota und hat ein Kunstinstitut, eine Ballettschule, ein Schauspielhaus und ein Sinfonieorchester.

Das Gebiet war ursprünglich von Indianern des Stammes der Sioux und Ojibwa besiedelt. Im 17. Jahrhundert kamen zahlreiche französische Entdecker und Trapper hierher, darunter Daniel Greysolon und Du Luth (1679), nach dem die Stadt benannt wurde. 1672 wurde an der Stelle der heutigen Stadt eine Pelzhandelsstation errichtet. Europäische Siedler ließen sich ab 1852 in Duluth nieder. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt wurde durch den Bau der ersten Eisenbahn (1870) und des Duluth-Kanals (1871), der den Zugang zum See verbesserte, begünstigt. Mit dem Bau des Sankt-Lorenz-Seeweges (1959 fertig gestellt) gewann der Hafen an Bedeutung. Duluth galt zeitweilig als größter Binnenhafen der Welt, zählt mittlerweile jedoch als Seehafen.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 84 900.

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