Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Wermut

Windows Live® Suchergebnisse

  • Wermutkraut – Wikipedia

    Gemeiner) Wermut od. Wermutkraut (Artemisia absinthium L.), auch Bitterer Beifuß oder Alsem, ist eine Pflanzenart in der Gattung Artemisia, in der Familie der Korbblütler ...

  • Wermut (Getränk) – Wikipedia

    Wermut (französisch Vermouth) ist ein mit Gewürzen und Kräutern aromatisierter und aufgespriteter Wein mit ca. 15-18 % (vol) Alkohol und relativ hohem Zuckergehalt.

  • Wermut

    Vorstellung der Heilpflanze Wermut ... Der Wermut ist mit seinen graufilzigen Blättern und dem herbwürzigen Duft, den er verströmt, ein Inbegriff der Mittelmeerländer.

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Wermut

Enzyklopädieartikel

Wermut, auch Absinth, mehrjährige, am Grund verholzende, krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die ebenso wie der Estragon zur Gattung Beifuß zählt.

Die Pflanze ist vom westlichen Mittelmeergebiet bis nach Südsibirien heimisch, wurde aber auch im östlichen Nordamerika in Gärten angepflanzt und ist mittlerweile dort an Straßenrändern und ähnlichen Standorten verwildert. Ihr aufrechter Stängel wird etwa 60 bis 120 Zentimeter hoch; er ist dicht mit tief fiederschnittig zerteilten, silbrig grauen Blättern besetzt. Die Blütenköpfchen sind klein, gelb und kugelig und stehen in dichten Rispen an den Enden der Triebe. Blätter und Blüten enthalten verschiedene aromatische Bitterstoffe, insbesondere Absinthiin und Absinthin.

In der Volksmedizin wird Wermut wegen seiner Bitterstoffe gegen Magenbeschwerden und als Wurmmittel verwendet. Außerdem ist er Bestandteil verschiedener Spirituosen, darunter Magenbitter, Wermutwein und Absinth, der bis zu 75 Volumprozent Alkohol enthält. Absinth war vor allem im 19. Jahrhundert u. a. in Künstlerkreisen sehr beliebt. Längerer Genuss führte jedoch häufig zu chronischen Vergiftungserscheinungen, dem so genannten Absinthismus, gekennzeichnet durch allmähliche Zersetzung des Nervensystems und körperlichen Verfall. Der Verkauf von Absinth wurde deshalb 1915 in verschiedenen europäischen Ländern verboten, ist heute jedoch wieder zugelassen. Die körperlichen Schäden wurden zumeist auf das im Wermut enthaltene, giftige Terpen Thujon (auch Absinthol) zurückgeführt. Analysen des Inhalts europäischer Absinthflaschen, die aus den Jahren 1895 bis 1914 stammten, ergaben jedoch, dass der Gehalt an Thujon bereits damals zumeist unter dem von der Europäischen Union festgesetzten Grenzwert von 35 Milligramm pro Liter lag und damit gesundheitlich unbedenklich war. Absinthismus wurde deshalb offensichtlich nicht durch Thujon, sondern den hohen Alkoholgehalt des Absinths verursacht (siehe Alkoholismus).

Systematische Einordnung: Wermut heißt mit wissenschaftlichem Namen Artemisia absinthium. Er gehört zur Familie Compositae (auch Asteraceae).

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft