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Windows Live® Suchergebnisse MontrealEnzyklopädieartikel
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Montreal (französisch Montréal), Stadt in der Provinz Quebec (Kanada) auf der Flussinsel Île-de-Montréal, zwischen Sankt-Lorenz-Strom und Rivière des Prairies, einem Mündungsarm des Ottawa River. Montreal ist die größte Stadt Kanadas, was die Siedlungsfläche anbelangt; bezüglich der Einwohnerzahl nimmt Toronto den ersten Rang ein. Der größte Teil der Bewohner spricht Französisch als Muttersprache.
Montreal ist eines der führenden Industrie-, Verkehrs- und Finanzzentren Kanadas. Wichtigste Produktionszweige sind Textilindustrie, chemische und pharmazeutische Industrie sowie Waggon-, Lokomotiv- und Flugzeugbau. Die Stadt ist Sitz zahlreicher Forschungszentren sowie der Börse (eröffnet 1874). Etwa 80 Prozent der kanadischen Pelzherstellung und des Pelzeinzelhandels befinden sich in Montreal. Eine weitere Einnahmequelle ist der Fremdenverkehr. Als eines der Verkehrszentren Kanadas verfügt Montreal über vielfältige Transportwege und -möglichkeiten. Ein Seehafen, der insbesondere dem Getreidehandel und der Containerverschiffung dient, befindet sich am 1959 eröffneten Sankt-Lorenz-Seeweg. Fünf Brücken führen über den Sankt-Lorenz-Strom. Montreal ist umgeben von einem dichten Autobahnnetz. Die Stadt hat eine Untergrundbahn, und in der Nähe, in Mirabel und Dorval, liegen die beiden internationalen Flughäfen.
Die Architektur von Montreal bietet eine ausgewogene Mischung historischer und moderner Bauwerke. Von der Place d’Armes sieht man das Saint-Sulpice-Seminar, das um das Jahr 1685 fertig gestellt wurde. Sehenswert sind die Kirche Notre-Dame de Bonsecour (1771) und vier große Bürogebäude, die zwischen 1848 (Bank of Montreal) und 1968 (Banque Nationale) entstanden sind. In der Altstadt von Montreal sind noch einige architektonische Zeugnisse der Vergangenheit erhalten: das Maison Saint Gabriel (1668), eines der frühen Landhäuser von Quebec, und das im französischen Stil erbaute Château Ramezay (1705), heute Museum mit einer Sammlung von Porträtgemälden. Die Einkaufszentren in der Innenstadt sind wegen der strengen Winter zum großen Teil unterirdisch angelegt. Das Geschäftsviertel liegt in dem schmalen Bereich zwischen Sankt-Lorenz-Strom und Mount Royal, einem 233 Meter hohen Hügel im Stadtzentrum. Hohe Bürogebäude sind in der Innenstadt um den René-Lévesque-Boulevard konzentriert, große Warenhäuser befinden sich an der Saint Catherine Street.
Montreal hat mehrere Hochschulen, darunter die McGill University (1821), die Université de Montréal (1876) und die Université du Québec (1968). Hier befindet sich ebenfalls die Concordia University, die 1974 aus der Zusammenlegung der Sir George Williams University mit dem Loyola College entstand. Montreal ist Sitz vieler kultureller Einrichtungen; zu den bekanntesten gehören die Place des Arts, ein Zentrum für Bühnenkunst, in dem auch das Montreal Symphony Orchestra zu Hause ist, das Museum of Fine Arts (Museum für Schöne Künste), das Museum of Contemporary Art (Museum für Zeitgenössische Kunst) und das McCord Museum mit einer Sammlung kanadischer Kunstgegenstände. Sehenswert sind auch der botanische Garten, der Zoo und das Planetarium. Der Parc des Îles, ein Vergnügungs- und Erholungspark, befindet sich auf dem Gelände der Weltausstellung, die 1967 hier stattfand. Im Olympiapark, zu dem das Olympiastadion gehört, fanden 1976 die Olympischen Sommerspiele statt. 2004 wurde der Zirkuspavillon Tohu eröffnet. Neben einer Dauerausstellung zur Zirkusgeschichte dient er auch als erste permanente Zirkusarena in Kanada.
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