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Kuba

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Kuba (Flagge und Hymne)Kuba (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
5.5

Verteidigung

Die kubanische Armee besteht aus rund 49 000 Soldaten (2004). Sie wurde größtenteils durch die Sowjetunion ausgerüstet. Der Marine gehören rund 3 000 und der Luftwaffe circa 8 000 Soldaten an. Kuba unterhält außerdem eine bewaffnete Bürgerwehr, der rund 1,3 Millionen Männer und Frauen angehören. Während der siebziger und achtziger Jahre waren kubanische Truppen in verschiedenen afrikanischen Staaten militärisch engagiert.

6

Wirtschaft

Ab 1959 wurden innerhalb kürzester Zeit über 90 Prozent der Industrie und rund 80 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen Kubas verstaatlicht. Dabei konfiszierte die kubanische Regierung auch amerikanisches Eigentum. Seit 1962 haben die USA ein Wirtschaftsembargo gegen Kuba verhängt. Das Land erhielt in der Folgezeit wirtschaftliche und finanzielle Unterstützung aus Ländern des Ostblocks, vor allem aus der Sowjetunion. Allein die Finanzhilfe der Sowjetunion belief sich zwischen 1961 und 1984 auf insgesamt 38 Milliarden US-Dollar. Ende der achtziger Jahre waren es bis zu fünf Milliarden jährlich. Kubas Außenwirtschaft stützte sich hauptsächlich auf den Handel mit den Ostblockländern. Im Zuge der Auflösung der Sowjetunion 1991 knickte dieser Markt zusehends ein und Kuba versuchte seine ehemaligen Handelsbeziehungen zu Lateinamerika, aber auch zu Europa und Kanada, wieder zu beleben. 1993 unterzeichnete Präsident Fidel Castro einen Erlass, der mehr private Unternehmen im Land zuließ.

Wichtige Stützen der Wirtschaft Kubas sind neben dem Tourismus die Agrarwirtschaft (u. a. Zucker, Tabak) und die Förderung von Nickel – Hauptexportgüter sind Zucker und Nickel. Eine besondere Einnahmequelle sind Einzahlungen von Exilkubanern, die z. B. 1998 rund 800 Millionen US-Dollar ausmachten. Vermochte das Land seine Wirtschaft Mitte der neunziger Jahre vor allem mit Hilfe des Tourismus zu stabilisieren, war Kuba gegen Ende des 20. Jahrhunderts von einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise betroffen. Experten sahen als Auslöser hierfür schlechte Ernten, verursacht durch Dürren und Unwetter, niedrige Weltmarktpreise für die Hauptexportgüter (Zucker, Nickel) sowie erhebliche Strukturschwächen. Die UN-Generalversammlung forderte die USA im November 1999 mit großer Mehrheit auf, das Handelsembargo gegen Kuba aus humanitären Gründen aufzuheben. Daraufhin wurde das Embargo im Juli 2000 gelockert.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 19 200 Millionen US-Dollar. Hiervon erwirtschaften der Dienstleistungssektor 56 Prozent, die Industrie 37 Prozent und die Landwirtschaft 8 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner errechnet sich zu 1 700 US-Dollar.

6.1

Landwirtschaft

Kuba gehört zu den führenden Zuckerproduzenten der Welt. Die Zuckerrohrplantagen nehmen 40 Prozent des gesamten Ackerlandes ein. Der Zucker bringt dem Land etwa 75 Prozent der Exportwerte. Die gesamte Wirtschaft hängt deshalb stark von der Zuckerrohrernte ab. Der überwiegende Teil des geernteten Zuckerrohres dient der Produktion von Zucker. Die Zuckererträge sind allerdings stark rückläufig: Während 1990 noch 8,4 Millionen Tonnen erzeugt wurden, waren es 1998 nur 3,3 Millionen. Dieses sehr dürftige Ergebnis kam durch lang anhaltende Dürren und durch Unwetter zustande.

Zweites wichtiges Agrarerzeugnis ist der Tabak, der besonders in der Provinz Pinar del Río angebaut wird. Ein wesentlicher Teil der Ernte wird zu Habana-Zigarren verarbeitet. Weitere wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Reis, Mais, Kaffee, Kakao, Zitrusfrüchte, Ananas, Bananen, Kartoffeln, Bataten, Maniok, Bohnen, Tomaten und Baumwolle. Zudem betreibt man Rinderhaltung. In der Landwirtschaft sind 21,2 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt.

6.2

Forstwirtschaft und Fischerei

Unüberlegter Holzschlag reduzierte den Waldbestand von über 40 Prozent auf weniger als 10 Prozent der gesamten Landesfläche. Mitte der sechziger Jahre begann die Regierung mit einem Wiederaufforstungsprogramm, und mittlerweile sind wieder 24,5 Prozent der Insel bewaldet (2005). Der jährliche Holzertrag liegt bei 3,25 Millionen Kubikmetern.

Die Fischindustrie umfasst traditionell kleine, unabhängige Betreiber, die in einer Genossenschaft zusammengeschlossen sind. Der Staat fördert die große Hochseeflotte.

6.3

Bergbau

Kuba verfügt über verschiedene Bodenschätze. Gefördert werden vor allem Nickel-, Chrom- und Kupfererze, Gold sowie Erdöl und Erdgas. Nickelerz und Nickelkonzentrat gehen hauptsächlich in den Export.

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