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Windows Live® Suchergebnisse Interstellare MaterieEnzyklopädieartikel
Interstellare Materie, gas- und staubförmige Materie, die sich im Raum zwischen den Sternen der Galaxien und zwischen den Galaxien befinden. Interstellare Materie ist zum größten Teil nicht sichtbar, sondern kann nur aufgrund ihrer Radiostrahlung (siehe Radioastronomie) oder ihrer Gravitationswirkung nachgewiesen werden. Im Durchschnitt ist der Weltraum ein Vakuum, dessen Druck noch wesentlich geringer ist als der jedes im Labor realisierbaren Vakuums. An vielen Orten im Weltraum, so in den flachen Spiralen von Galaxien wie der Milchstraße, ist die Materie jedoch relativ dicht und in Form dunkler Wolken erkennbar, die das Licht der Sterne entweder absorbieren oder reflektieren. Sie können durch das ultraviolette Licht benachbarter Sterne auch zum Leuchten angeregt werden (siehe Nebel). Die interstellare Materie stammt zum Teil aus der Frühzeit des Universums. Sie besteht ferner aus Materie, die von Novae und Supernovae abgegeben wurde. Hierzu gehören auch schwerere Elemente als der Wasserstoff, die im Inneren der Sterne erzeugt werden. Aus diesem Material, das reicher an schwereren Elementen ist, gehen neue Sterne hervor. In interstellarer Materie wurden aber auch einfache Verbindungen entdeckt. Als erstes Ringmolekül konnte im Jahr 2001 Benzol in interstellarer Materie nachgewiesen werden. Zu den Rätseln der Kosmologie zählt die Tatsache, dass das Universum nach den derzeitigen Theorien viel mehr Masse aufweisen sollte, als man nachweisen kann. Ein Teil der so genannten fehlenden Masse könnte als bisher nicht entdeckte interstellare und intergalaktische Dunkle Materie vorliegen. Mehr Erkenntnisse verspricht man sich in diesem Zusammenhang auch von der Erforschung so genannter Gravitationslinsen. Siehe auch Astronomie; Astrophysik
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