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Pubertät

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Pubertätsritus für ApachenmädchenPubertätsritus für Apachenmädchen

Pubertät, im Leben des Menschen die Phase, in der die Geschlechtsorgane (siehe Fortpflanzungsapparat) heranreifen.

Diese Reifung zeigt sich bei Mädchen am Einsetzen der Menstruation und bei Jungen an der Produktion von Samenflüssigkeit. Bei beiden Geschlechtern wachsen die äußeren Geschlechtsorgane heran. Mit dem schnellen körperlichen Wachstum ist eine ganze Reihe physiologischer Veränderungen verbunden. Auch verschiedene sekundäre Geschlechtsmerkmale entwickeln sich in der Pubertät. Bei Jungen nimmt die Behaarung zu, insbesondere in der Schamgegend, in den Achselhöhlen und im Gesicht; die Stimme wird tiefer. Bei Mädchen entwickeln sich ebenfalls die Achsel- und Schambehaarung, und die Brüste wachsen heran. Durch die beschleunigte Entwicklung der Schweißdrüsen kann bei beiden Geschlechtern Akne auftreten. Die körperliche Entwicklung wird von seelischen Veränderungen begleitet. Diese können sich in Kritik an der Umwelt, in Stimmungsschwankungen und Unsicherheit äußern, zudem entwickelt sich das sexuelle Interesse am anderen Geschlecht.

Die Pubertät beginnt in unseren Breiten bei Jungen mit 13 bis 16 und bei Mädchen mit 11 bis 14 Jahren. Britische Forscher widerlegten 2001 im British Medical Journal die weit verbreitete Annahme, der Beginn der Pubertät von Mädchen verlagere sich permanent in ein jüngeres Alter. Im Rahmen der Studie waren 1 000 britische Mädchen von 12 bis 16 Jahren nach ihrem Alter bei der Menarche (ersten Monatsblutung) befragt worden. Auf der Basis dieser Angaben errechneten die Forscher ein Durchschnittsalter von zwölf Jahren und elf Monaten – dies entspricht etwa dem Durchschnittsalter in den fünfziger Jahren Geborener bei der ersten Regelblutung.

Krankhafte Störungen im Zusammenhang mit der Pubertät sind u. a. Amenorrhö und Pubertas praecox. Das Kennzeichen der Amenorrhö ist das Ausbleiben der Monatsblutung, ohne dass eine Schwangerschaft vorliegt. Als Pubertas praecox bezeichnet man das vorzeitige Auftreten der typischen körperlichen Merkmale der Pubertät bei Jungen und Mädchen. Ursachen sind Störungen im Hypophysenvorderlappen, in den Nebennieren oder in den Geschlechtsdrüsen. Wie belgische Forscher 2001 im Wissenschaftsmagazin Science berichteten, setzt die Pubertät bei Kindern indischer und kolumbianischer Einwanderer in Europa häufig verfrüht ein. Als Ursache gelten hohe Konzentrationen von DDE, einem Abbauprodukt des Insektizids DDT, die bei drei Vierteln der betroffenen Kinder im Blut nachgewiesen wurden.

Siehe auch Adoleszenz

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