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Windows Live® Suchergebnisse HuronseeEnzyklopädieartikel
Huronsee, zweitgrößter der fünf Großen Seen Nordamerikas, an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada gelegen. Im Norden und Osten des Sees liegt die kanadische Provinz Ontario, auf der Westseite der amerikanische Bundesstaat Michigan. Der See wird vom Oberen See (über den St. Marys River) und vom Michigansee (durch die Enge von Mackinac) sowie durch mehrere Flüsse gespeist. Sein Abfluss mündet in den Eriesee. Die Fläche des Sees liegt 176 Meter über dem Meeresspiegel und beträgt einschließlich der Buchten der Georgian Bay und Saginaw Bay etwa 59 600 Quadratkilometer. Davon liegen 36 000 Quadratkilometer in Kanada. Das Einzugsgebiet des Sees umfasst etwa 134 000 Quadratkilometer. Der See ist rund 400 Kilometer lang, bis zu 160 Kilometer breit und maximal 229 Meter tief. Die mittlere Tiefe beträgt dagegen nur 59 Meter, das Gesamtvolumen umfasst 3 540 Kubikkilometer. Durch die Bruce-Huron-Inseln wird der See in eine größere Westhälfte und die Georgian Bay im Osten gegliedert. Zu den Bruce-Huron-Inseln gehört die Insel Manitoulin, die mit 2 756 Quadratkilometern die größte Binnensee-Insel der Erde ist. Die Insel ist zwischen drei und 50 Kilometer breit, an ihrem höchsten Punkt erreicht sie etwa 350 Meter über dem Meeresspiegel. Ihre Oberfläche wurde von der letzten Eiszeit geprägt. Die Seen im Innern der Insel gewannen in jüngerer Zeit immer mehr Bedeutung für den Fremdenverkehr. Der Name „Manitoulin” leitet sich von dem Naturgeist „Manitu” der Algonkin her. Der Huronsee ist sehr fischreich. Die Bestände des Weißfisches und der Seeforelle, beide von wirtschaftlicher Bedeutung, haben seit den sechziger Jahren stark abgenommen. Die Hauptursache für diesen Rückgang ist das räuberische Neunauge, das sich an Fischen festsaugt und Löcher in deren Haut und Muskeln frisst. Die Berufsfischerei erholte sich Mitte der siebziger Jahre, nachdem durch Programme der Regierung die Zahl der Neunaugen im See zurückgegangen ist. Intensiver Schiffsverkehr dient vor allem dem Transport von Eisenerz aus dem Gebiet des Oberen Sees zu den Häfen am Eriesee. Von Mitte Dezember bis Anfang April muss die Schifffahrt wegen Vereisung eingestellt werden. Die größten Häfen am See sind Midland, Collingwood, Goderich und Sarnia (Ontario) sowie Port Huron, Bay City, Alpena, Rogers City und Cheboygan (Michigan). Die ersten Europäer am Huronsee waren der französische Forscher Étienne Brûlé (etwa 1612) und Samuel de Champlain (1615). Eine Siedlung namens Sainte Marie Among the Hurons wurde (1638) von Jesuiten-Missionaren an der Georgian Bay errichtet.
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