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Windows Live® Suchergebnisse Sergej ProkofjewEnzyklopädieartikel
Sergej Prokofjew (1891-1953), russischer Komponist und Pianist. Er wurde am 23. April 1891 auf dem Gut Sonzowka bei Jekaterinoslaw (heute Dnjepropetrowsk in der Ukraine) geboren und studierte u. a. bei Reinhold Glière und Nikolaj Rimskij-Korsakow. Von 1918 bis 1933 lebte er abwechselnd in Europa und in den USA und ging als gefeierter Klaviervirtuose auf internationale Tourneen. 1933 kehrte er in seine Heimat zurück. Prokofjews frühe Werke, wie das Klavierkonzert Nr. 1 (1911) und die Skythische Suite für Orchester (1914), begründeten seinen Ruf als Komponist, der elementare Kraft mit Witz und Ironie verband. Während seines Aufenthalts im Ausland komponierte er neben Kammer- und Klaviermusik eine Reihe von Balletten, die zum Großteil von dem russischen Ballettimpresario Serge Diaghilew aufgeführt wurden: u. a. Skazka pro šuta semerych šutov perešutivšego (1921, Das Märchen vom Schelm, der die sieben Narren genarrt hat) und Le Pas d’Acier (1927, Das Zeitalter des Stahls). Ebenfalls aus dieser Periode stammen die Opern Die Liebe zu den drei Orangen (1921) und Der feurige Engel (Teilaufführung 1928, vollständig aufgeführt 1955). Die wichtigsten Orchesterwerke dieser Phase waren die Sinfonien Nr. 3 (1929) und Nr. 4 (1930) sowie das 1. Violinkonzert (1923). Nach seiner Rückkehr in die UdSSR komponierte Prokofjew u. a. das sinfonische Märchen Peter und der Wolf für Erzähler und Orchester (1934), das Ballett Romeo und Julia (1936, aufgeführt 1940), die Oper Krieg und Frieden (1946, überarbeitet 1952), die Sinfonie Nr. 5 (1945) und, als Filmmusik, die Suite Lieutenant Kije (1933) sowie die Kantate Alexander Nevsky (1938, für den gleichnamigen Film des sowjetischen Regisseurs Sergej Eisenstein). Prokofjew trat häufig auch als Solist seiner eigenen Klavierkonzerte auf. 1948 wurde sein Werk (nachdem Prokofjew bereits mehrfach in Konflikt mit der staatlichen Kulturpolitik geraten war) wegen seines „exzessiven Formalismus” und „kakophoner” (übel klingender) Harmonien offiziell verboten. Mit seiner Sinfonie Nr. 7 (1952, ausgezeichnet mit dem Stalin-Preis) wurde Prokofjew offiziell rehabilitiert. Er starb am 5. März 1953 in Moskau.
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