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  • Altar – Wikipedia

    Dieser Artikel behandelt die Verehrungsstätte Altar, für die mexikanische Stadt siehe Altar (Sonora), für das Sternbild siehe Altar (Sternbild).

  • Altar

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Altar

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Matthias Grünewald: Isenheimer AltarMatthias Grünewald: Isenheimer Altar

Altar (lateinisch altaria, zu altus: hoch), zumeist erhöhte Stätte, auf dem ein religiöses Opfer dargebracht werden kann.

Der Altar bezeichnet das Zentrum des religiösen Rituals; daher sind in der Religionsgeschichte Altar und Opfer meist miteinander verknüpft. Historische, religionsspezifische oder regionale Sonderformen sind der Brandopferaltar, der Räucheraltar und der Libationsaltar (im Alten Orient), der Himmelsaltar (in China) sowie der Blockaltar, der Sarkophagaltar, der Tischaltar, der Klappaltar, der Flügelaltar, der Ziboriumaltar, der Wandelaltar, der Hausaltar, der Retabelaltar, der Schreinaltar und der Kanzelaltar im Christentum. Siehe auch Schnitzaltar; Pergamonaltar

Der älteste Altar stammt aus der Zeit um 2000 v. Chr. Es handelt sich um einen mit Hörnern versehenen Lehmziegelaltar, der in der alten Stadt Megiddo in Palästina ausgegraben wurde. Auch bei den vorkolumbischen Indianern Nordamerikas finden sich frei stehende, oftmals verzierte Steinaltäre. Im alten Ägypten gab es neben Opfermatten sowohl mobile als auch in Tempeln fixierte Altartische. Altäre unterscheiden sich nach Größe, Form und Bauweise. Als Darbringungs- oder Opferstätten dienten Erdaufschüttungen, Steinhaufen, große Steinplatten, Holz, Metall oder ein ausgehobener Graben wie der Vedi (Altar) des alten Indien. Hier existierten genaue Vorschriften zum Aufbau des Vedi, dessen kosmographische Bildersprache sich später auf Kult- und Sakralbauten wie den Stupa übertrug.

Altäre waren oft durch Tabus geschützt und dienten als Ort der Zuflucht für Menschen, die Schutz vor Verfolgung suchten. Dem symbolischen Charakter des Altars liegt die Vorstellung zugrunde, dass er das Zentrum oder Abbild des Universums ist. Die Weisen des Altertums betrachteten seine verschiedenen Teile als Darstellung der verschiedenen Abschnitte des Universums und zogen den Schluss, dass sein Bau ein Abbild der Schöpfung sei. Der Altar in Gestalt eines aufgeschütteten Erdhügels symbolisierte auch die heilige Mutter.

Im Christentum wurde der Altar bei seiner Weihe mit fünf symbolischen Wunden versehen. Im Hoch- bzw. Spätmittelalter wurde der Altar zum reich geschmückten Thron, auf den beim Sakrament der Eucharistie (Abendmahlsfeier) die geweihte Hostie zur Verehrung ausgelegt wurde. Wie in vielen anderen Religionen ist der Altartisch im Christentum Mittelpunkt von Verehrung, Gebet und Gottesdienst. Auch werden in ihm oftmals Reliquien aufbewahrt.

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