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Windows Live® Suchergebnisse ErysipelEnzyklopädieartikel
Erysipel, Wundrose, ansteckende Erkrankung der Haut, die auch das subkutane (unter der Haut gelegene) Gewebe schädigt. Ihre Merkmale sind Entzündung der betroffenen Haut, Rötung und Schwellung. Die Krankheit kommt auch als Epidemie vor und wird häufig durch die Infektion einer Wunde hervorgerufen. Erreger des Erysipel ist ein Bakterium, das Streptokokkus der Gruppe A. Die Krankheit äußert sich zunächst durch einen roten Fleck, der sich etwas über die umgebende Haut erhebt. Sie beginnt meist im Gesicht. Die Rötungen breiten sich aus, wobei die zuerst aufgetretenen Flecken abheilen. Im Gesicht nimmt die Rötung oft eine typische Schmetterlingsform an, d. h. sie bedeckt Wangen und Nase. In der Regel ist ein Arm oder ein Bein befallen, wobei häufig die Lymphbahnen blockiert werden. Ein Erysipel kommt vorwiegend bei älteren Menschen, Kindern und Kleinkindern vor. Bei Neugeborenen kann es sich durch Infektion des Nabelschnurstumpfes bilden. Ebenso tritt es in Gewebe auf, in dem die Lymphgefäße beschädigt wurden, wie etwa durch eine Operation. Wird das Erysipel nicht behandelt, so breitet es sich in tieferliegende Gewebe aus. Dabei wandern die Bakterien in das Blut, was zum Tode führen kann. Es gibt Aufzeichnungen über eine Erysipel-Epidemie in Frankreich im 11. Jahrhundert. Vor der Einführung von Antibiotika trat die Krankheit oft bei unterernährten Menschen und besonders bei Alkoholikern auf. Frauen erkrankten häufiger als Männer, und die Symptome zeigten sich nicht selten in Verbindung mit Kindbettfieber, das ebenfalls von Streptokokken der Gruppe A verursacht wird. Im Anfangsstadium kann das Erysipel oral (durch den Mund) mit Penicillin behandelt werden. In fortgeschrittenen Fällen müssen die Medikamente möglicherweise intravenös verabreicht werden. Penicillin wirkt gegen alle Streptokokken der Gruppe A.
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