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Windows Live® Suchergebnisse GobiEnzyklopädieartikel
Gobi (chinesisch Schamo), Wüstengebiet in Zentralasien, dessen größter Teil in der Mongolei liegt. Die rund 1,29 Millionen Quadratkilometer große Wüste erstreckt sich über rund 1 600 Kilometer von Osten nach Westen und über circa 1 000 Kilometer von Norden nach Süden. Das Trockengebiet wird von Gebirgszügen begrenzt – im Osten und Südosten vom Großen Hinggan, im Süden vom Altun Shan und Nan Shan, im Westen vom Bei Shan sowie im Norden vom Changaigebirge und Jablonowyjgebirge. Die Gobi ist eine ausgedehnte Beckenlandschaft, die mittleren Höhen liegen im Osten bei etwa 900 Metern, im Westen bei rund 1 500 Metern. Weite Teile der Wüste sind mit Schutt, Geröll und Löß bedeckt, ausgesprochenen Sandwüstencharakter weist nur der Südwesten auf. Die Jahresniederschläge betragen im Durchschnitt unter 200 Millimeter. Die etwas feuchteren Randgebiete im Norden und Osten werden weidewirtschaftlich genutzt. Wichtige Transportwege sind alte Karawanenstraßen. Zu den wichtigen Routen gehören in ostwestlicher Richtung die von Partizansk in Russland nach Hami in der chinesischen Region Xinjiang Uygur und in nordsüdlicher Richtung die von Ulan Bator in der Mongolei nach Zhangjiakou in der chinesischen Provinz Hebei. Die ersten Europäer, die die Gobi durchquerten, waren der italienische Entdecker Marco Polo sowie sein Vater und sein Onkel, die die Region etwa 1275 bereisten. Die nächsten schriftlichen Aufzeichnungen über eine Expedition liegen von dem französischen Jesuitenpater Jean François Gerbillon (1654-1707) aus den achtziger Jahren des 17. Jahrhunderts vor. In der neueren Zeit ist die Gobi in einer Reihe von Expeditionen erforscht worden, so z. B. von dem schwedischen Asienforscher Sven Anders Hedin. Von 1921 bis 1930 unterstützte das American Museum of Natural History in New York einige Expeditionen, bei denen u. a. versteinerte Dinosauriereier gefunden wurden. Zu den weiteren archäologischen Funden in der Gobi gehören Objekte aus der Steinzeit und der Bronzezeit.
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