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Windows Live® Suchergebnisse HistaminEnzyklopädieartikel
Histamin, ein Amin (1H-Imidazol-4-ethanamin), das als Gewebshormon in fast allen tierischen und menschlichen Zellen vorkommt. Histamin wird für therapeutische Zwecke auch künstlich hergestellt. Mastzellen, kleine Zellen des Immunsystems (siehe Blut: Zusammensetzung), enthalten u. a. Histamin. Es bewirkt eine Erweiterung der Blutgefäße und -kapillaren und eine Senkung des Blutdruckes. Es wird bei jeglicher Reizung oder Verletzung der Haut und der Schleimhäute gebildet. Diese Reaktion wird begleitet von einer erhöhten Durchlässigkeit (Permeabilität) der Blutgefäßwand, so dass Flüssigkeit ins Gewebe entweicht. Im Extremfall führt diese Reaktion zu einem Histamin-Schock. Auch bei allergischen Reaktionen, an denen Histamin immer beteiligt ist, können ähnliche Schockwirkungen auftreten. Der italienische Pharmakologe Daniel Bovet entdeckte in den dreißiger Jahren Substanzen, welche die Wirkung von Histaminen unter Kontrolle halten. Die ersten Antihistamine fanden 1942 bei der Behandlung von Allergien therapeutische Anwendung. Heute sind mehr als 25 verschiedene Antihistaminpräparate erhältlich. Histamin ruft auch eine Kontraktion der glatten Muskulatur hervor. Es regt die Sekretion von Drüsen des Genital- und des Magen-Darm-Traktes an. Wegen seiner anregenden Wirkung auf die Magensaftsekretion wird Histamin auch bei der Diagnose von Magenerkrankungen eingesetzt. Die Wirkung von Medikamenten, mit denen Magengeschwüre behandelt werden, beruhen auf der Hemmung der Histamin-Ausschüttung im Magen.
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