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Vulkan, Landschaftsform, die auf dem Festland oder auf dem Meeresboden durch Vulkanismus, insbesondere durch die Förderung von Laven, vulkanischen Lockermassen und Gasen entstanden ist. Ein Vulkan ist also die Austrittsstelle vulkanischer Förderprodukte an der Erdoberfläche. Das Magma steigt von einem in wenigen Kilometern Tiefe liegenden Vulkanherd oder der Magmakammer durch einen oder mehrere Schlote oder durch Spalten an die Erdoberfläche. Aus der erstarrten Lava und dem vulkanischen Lockermaterial (Vulkanite) baut sich der flache, deckenförmige oder kegelförmige Vulkan auf. Je nach der Zusammensetzung der Lava kann diese relativ ruhig ausfließen oder aber explosionsartig ausbrechen. Am Ort der Eruption bildet sich meist ein Krater. Bricht die Kruste über der entleerten Magmakammer ein oder wird das Hangende weggesprengt, so kann sich eine Caldera bilden, in dieser später auch wieder ein neuer Vulkanaufbau (z. B. Vesuv). Nach Form und Aufbau des Vulkans werden verschiedene Typen unterschieden: Decken- oder Plateauvulkane, Schildvulkane, Schicht- oder Stratovulkane, Locker- oder Aschenvulkane, Quell-, Stau- und Stoßkuppen, Gasvulkane wie die Maare. Weltweit werden ungefähr 550 erloschene und tätige Vulkane gezählt. Besonders zahlreich sind sie an den aktiven Rändern von Platten (siehe Plattentektonik), vor allem an den Subduktionszonen und entlang der Mittelozeanischen Rücken. Sie konzentrieren sich z. B. an den zirkumpazifischen Kontinenträndern („Ring of Fire”), im Mittelmeer und in tektonischen Bruch- und Schwächezonen (siehe Bruchtektonik) wie den ostafrikanischen Grabenbrüchen oder in Deutschland am Oberrheingraben und seinen nördlichen Fortsetzungen.
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