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Radon

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Radon, Symbol Rn, farb- und geruchloses, radioaktives gasförmiges Element. Es ist das schwerste der Edelgase und hat die Ordnungszahl 86.

Radon wurde 1900 von dem deutschen Chemiker Friedrich Ernst Dorn entdeckt. Lange Zeit hielt man es für chemisch inert, d. h., man glaubte, es könne keine chemischen Verbindungen eingehen. Jedoch konnte man im Jahre 1962 Radonverbindungen erzeugen. Das häufigste Isotop ist das Radon 222, das beim radioaktiven Zerfall von Radium 226 entsteht (siehe Radioaktivität). Die Halbwertszeit des Radon 222 beträgt 3,8 Tage. Es emittiert Alphateilchen und wandelt sich dabei in ein Isotop des Elements Polonium um. Geringe Mengen Radon, entstanden beim radioaktiven Zerfall von Uranerzen, kommen in Gesteinen und im Erdreich vor. Vom Radon rührt der größte Teil der stets vorhandenen natürlichen Radioaktivität her. Höhere Konzentrationen an Radon sind sehr gesundheitsschädlich, zumal Radon und seine Spaltprodukte Lungenkrebs auslösen können.

Radon 222 lässt sich mit Hilfe eines Luftstromes erzeugen, den man durch die Lösung eines Radiumsalzes leitet. Anschließend wird die Luft aufgefangen und das von ihr aus der Lösung mitgeführte Radon abgetrennt. Radon 222 kann man aufgrund seiner radioaktiven Strahlung zum Behandeln bösartiger Tumoren verwenden. Dazu wird z. B. etwas Radon in ein Röhrchen aus Glas oder Gold eingeschlossen und in das erkrankte Gewebe eingeführt.

Man kennt insgesamt 20 Isotope des Radons. Dasjenige mit der Massenzahl 220 wurde im Jahre 1899 von Ernest Rutherford entdeckt. Es bildet sich beim radioaktiven Zerfall von Thorium. Seine Halbwertszeit beträgt 55 Sekunden. Das Isotop mit der Massenzahl 219 hat eine Halbwertszeit von vier Sekunden und entsteht beim radioaktiven Zerfall von Actinium. Radon schmilzt bei rund -71 °C und siedet bei -62 °C. Bei einer Temperatur von 0 °C und einem Druck von 100 Kilopascal (= ein bar) ist seine Dichte 9,73 Gramm pro Liter.

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