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Windows Live® Suchergebnisse NandusEnzyklopädieartikel
Nandus, Ordnung südamerikanischer Laufvögel mit einer Familie und zwei Arten: Nandu und Darwinnandu. Der Name Nandu bezieht sich auf den wie „nan-du” klingenden Ruf dieser Vögel. Nandus sind deutlich kleiner als die afrikanischen Strauße, deren ökologische Rolle derjenigen der Nandus entspricht. Das Gefieder der Nandus ist graubraun gefärbt, Kopf und Hals sind vollständig befiedert. Ein Schwanz ist nicht entwickelt, doch bedecken lange Federn den hinteren Teil des Körpers. Wie die Strauße sind auch die Männchen der Nandus polygam, d. h., sie paaren sich mit mehreren Weibchen. Der Nandu, die größere der beiden Arten, erreicht eine Rückenhöhe von etwa einem Meter und eine Gesamthöhe bis zum Scheitel von 1,3 bis 1,5 Metern; sein Gewicht beträgt 20 bis 25 Kilogramm. Die Männchen sind etwas größer als die Weibchen. Der Nandu bewohnt vor allem Steppen, aber auch Waldrand- und Gebüschzonen des Tieflandes vom südlichen Brasilien bis Patagonien, sein wichtigster Lebensraum ist die argentinische Pampa. Nandus ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Insekten, anderen Wirbellosen und kleinen Wirbeltieren wie Fröschen. Mehrere Weibchen legen insgesamt bis zu 80 (in der Regel etwa 20) ungefähr 14 mal 10 Zentimeter große Eier in eine gemeinsame flache Nestmulde. Das Gelege wird allein vom Männchen bebrütet. Die Jungen schlüpfen nach 35 bis 45 Tagen, sie werden vom Männchen mehrere Wochen geführt und gehudert. Mit zwei bis drei Jahren sind sie geschlechtsreif. Außerhalb der Brutzeit leben Nandus in Gruppen von 50 bis 60 Tieren. Nandus können Laufgeschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde erreichen; auf der Flucht führen sie abrupte Richtungswechsel durch („Hakenschlagen”). Die einzigen natürlichen Feinde erwachsener Nandus sind Pumas und Jaguare. Die natürlichen Bestände des Nandus sind durch Bejagung und wegen des Vordringens der Landwirtschaft rückläufig. Sechs Nandus, die 2000 aus einem Gehege in Schleswig-Holstein entkommen waren, begründeten im Wakenitztal in Mecklenburg-Vorpommern eine frei lebende Population, die 2005 bereits aus rund 100 Tieren bestand (siehe Faunenverfälschung). Der mit einer Rückenhöhe von 90 Zentimetern etwas kleinere, kälteunempfindliche Darwinnandu kommt in den höheren Lagen der Anden und im Süden Argentiniens bis nach Feuerland vor. Seine Lebensweise gleicht wahrscheinlich der des Nandus, doch bildet er kleinere Gruppen mit bis zu sechs Tieren. Systematische Einordnung: Nandus bilden die Familie Rheidae der Ordnung Rheiformes. Der Nandu wird wissenschaftlich als Rhea americana und der Darwinnandu als Pterocnemia pennata bezeichnet.
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