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Windows Live® Suchergebnisse BienenfresserEnzyklopädieartikel
Bienenfresser, Familie farbenprächtiger Vögel mit 25 Arten aus der Ordnung der Rackenvögel, die sich als ausschließliche Insektenfresser u. a. von Bienen und Wespen ernähren. Bienenfresser sind vorwiegend in warmen Regionen Eurasiens sowie in Afrika und Australien weit verbreitet. Sie haben lange, schlanke Schnäbel und spitze, schwalbenähnliche Flügel. Wie die mit ihnen verwandten Eisvögel graben Bienenfresser an steilen Böschungen ein bis zwei Meter lange Erdröhren, die sie zu einer Brutkammer erweitern; darin werden die weißen Eier auf der Erde abgelegt. Brutkolonien können mehrere tausend Brutpaare umfassen. Der europäische Bienenfresser erreicht eine Größe von 28 Zentimetern. Scheitel, Nacken, Vorderrücken und ein Flügelfeld sind kastanienbraun gefärbt; die Augenregion trägt ein schwarzweißes Band, die Kehle ist gelb und der Rest des Gefieders blaugrün. Das Verbreitungsgebiet des europäischen Bienenfressers erstreckt sich von Portugal und Nordafrika über den Mittelmeerraum, das südliche Mittel- und Osteuropa sowie Russland und das Baltikum bis Mittelasien. Der Bienenfresser bevorzugt offene, sandige Lebensräume mit Baumgruppen und Gewässern. Er erbeutet im Flug Hummeln, Libellen und andere Insekten. Als Zugvogel überwintert er südlich der Sahara. Nachdem ein Brutvorkommen des Bienenfressers am Kaiserstuhl in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erloschen war, wurden hier in den neunziger Jahren – offenbar als Folge der globalen Erwärmung – erstmals wieder Brutpaare festgestellt. In Deutschland brüteten 2006 etwa 500 Paare; größere Brutvorkommen gab es außer am Kaiserstuhl im Saaletal in Sachsen-Anhalt. Systematische Einordnung: Bienenfresser bilden die Familie Meropidae der Ordnung Coraciiformes. Der wissenschaftliche Name des europäischen Bienenfressers lautet Merops apiaster.
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