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Kambodscha

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Kambodscha (Flagge und Hymne)Kambodscha (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
2.3

Flora und Fauna

Rund 57,7 Prozent der Landesfläche Kambodschas sind bewaldet (2005). Die dichtesten Wälder finden sich in den Bergen und an der Südwestküste. Es kommen Regenwald und Monsunwald vor, an der Küste wachsen Mangroven. Viele der Mangrovendickichte, die für die Artenvielfalt wie auch für die Fischerei von existentieller Bedeutung sind, wurden allerdings zerstört. Auf den Hochebenen und Hochplateaus dominiert Savanne mit hohen Gräsern. Kautschukbäume, Kapokbäume, Palmen, Kokosnusspalmen und Bananenstauden sind weit verbreitet.

Die voranschreitende Entwaldung ist das größte Umweltproblem. In den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts nahmen weite Teile der Wälder und Feuchtgebiete durch die Bombardierungen und die im Vietnamkrieg eingesetzten Entlaubungsmittel Schaden. In den siebziger und achtziger Jahren wurde diese Zerstörung durch die katastrophale Agrarwirtschaft der Roten Khmer und durch den Bürgerkrieg fortgesetzt. Als in den neunziger Jahren Friede im Land einkehrte, wurde der Export von Tropenhölzern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Kambodscha. Die jährliche Entwaldungsrate beträgt 1,3 Prozent (1990–2005). Die kambodschanische Regierung hat 21,6 Prozent (2007) der gesamten Landesfläche unter Schutz gestellt.

Zur vielfältigen Tierwelt gehören Großsäuger wie Tiger, Leoparden, Malaienbären, Elefanten, Muntjaks, Schweinshirsche, Koupreys, Bantengs und Yaks. In der Vogelwelt finden sich Kormorane, Purpurreiher, Schwarzmilane, Schmalschnabelgeier, Prälatfasane und Bankivahühner (Stammart unserer Haushühner). Reptilien sind durch Schildkröten, Agamen (u. a. die zum Gleitflug fähigen Flugdrachen), Skinke und Schlangen wie Kobras repräsentiert.

3

Bevölkerung

Rund 92 Prozent der Kambodschaner sind Angehörige des Khmervolkes. Der übrige Teil der Bevölkerung besteht vorwiegend aus den Minderheitengruppen der Chinesen, Vietnamesen und Thai sowie aus den in den Bergländern wohnenden Cham, Moi und Lao. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt auf dem Land (80,3 Prozent), der Urbanisierungsgrad ist sehr gering.

Kambodscha hat etwa 14,24 Millionen Einwohner (2008) und eine Bevölkerungsdichte von 81 Einwohnern pro Quadratkilometer bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 1,8 Prozent. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 61,7 Jahren (Männer 59,6 Jahre, Frauen 63,8 Jahre; 2008). Während der Terrorherrschaft der Roten Khmer starben zwischen 1975 und 1979 mindestens 10 Prozent der Bevölkerung.

3.1

Wichtige Städte

Die Hauptstadt Phnom Penh (etwa 1,16 Millionen Einwohner) liegt am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap. Weitere wichtige Städte sind Battambang (171 000), Siěmréab (76 000), Kâmpóng Cham (33 000), Prey Vêng und Kampot (15 000). Der bedeutendste Seehafen ist Kâmpóng Saôm (16 000), früher Sihanoukville, am Golf von Thailand. Ende der siebziger Jahre ging die Einwohnerzahl der größeren Städte zurück, da die Bewohner entweder flüchteten oder in ländliche Gebiete umgesiedelt wurden.

3.2

Sprache und Religion

Die Amtssprache ist Khmer, das zu den Mon-Khmer-Sprachen zählt, einem Zweig der austroasiatischen Sprachfamilie. Französisch findet als Handels-, Bildungs- und Verkehrssprache Verwendung, mittlerweile gewinnt Englisch immer mehr an Bedeutung. Minderheitensprachen sind Chinesisch und Vietnamesisch.

Rund 88 Prozent der Bevölkerung sind Anhänger des Theravada-(Hinayana-)Buddhismus, der Staatsreligion ist. Der Hinduismus übt einen wichtigen kulturellen und historischen Einfluss aus. Minderheitenreligionen sind Katholizismus, Islam und Mahayana-Buddhismus. Die Bergstämme sind Anhänger traditioneller Religionen.

3.2. 1

Feiertage

Gesetzliche Feiertage sind der Tag der Befreiung (7. Januar), der Tag der Revolution (17. April) und der Tag der Front (2. Dezember). Sowohl das chinesische als auch das buddhistische Neujahrsfest werden begangen. Das buddhistische Neujahr liegt im April. Die Feiern dauern drei Tage. Vassa ist die Zeit des Monsuns, wenn die Mönche ihre Pilgerreisen unterbrechen und sich zu Meditation und Gebet in die Klöster zurückziehen. Während der letzten Septemberwoche, am Ende der Regenzeit, wird Pchum Ben, ein wichtiger buddhistischer Festtag, gefeiert. Dabei werden die Toten geehrt, und man bittet um die Errettung der eigenen Seele.

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