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Holzbearbeitung

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Artikelgliederung
1

Einleitung

Holzbearbeitung, die Formgebung oder Gestaltung von Holz zur Herstellung, Restaurierung oder Reparatur von nützlichen oder dekorativen Gegenständen. Zimmerhandwerk, Bauschreinerei und Möbelschreinerei sind spezialisierte Handwerke der Holzbearbeitung, die eine Reihe von Produkten von Holzkonstruktionen und Möbeln bis zu Holzspielzeug herstellen.

2

Geschichte

Seine einzigartigen Merkmale haben das Holz in der ganzen Geschichte zu einem Grundmaterial für den Wohnungsbau, für Möbel, Spielzeuge, Fahrzeuge und eine Vielzahl anderer Produkte gemacht. Tatsächlich gehört die Holzbearbeitung zu den ersten Fertigkeiten des Menschen. Von den Holzkeulen und Speeren am Beginn der Zivilisation erstreckte sich die Nutzung des Holzes über Einbäume, Pflüge und einfache dreibeinige Stühle bis zu den kunstvollen Möbeln und komplizierten Baukonstruktionen der modernen Zeit.

Man sah sich die einzelnen Holzarten genau an, um die typischen Strukturen, Farbtöne und Gerüche festzustellen und das Holz entsprechend zu nutzen. Das harte und haltbare Eichenholz z. B. wurde zu Schiffsholz, Brückenpfeilern, Fassdauben, Zaunpfosten, Bodenbelägen und Wandvertäfelungen verarbeitet. Hickoryholz verwendete man für harte, elastische Werkzeuggriffe und für die Speichen von Kutschenrädern. Das Holz der Scheinakazie schätzte man beim Bau von Scheunen und als Holzdübel. Aus Mahagoni stellte man die besten Möbel her.

Der Rückgang der Waldbestände seit dem Mittelalter hat jedoch zu einer zunehmenden Verteuerung von Holz geführt. Deshalb verlassen sich das Baugewerbe und die verarbeitende Industrie heute mehr auf Produkte aus Holzmasse wie Spanplatten, Sperrholzplatten und Faserplatten. Diese neuen Materialien sind stabil, und die Dehnung oder der Schwund erfolgt im Vergleich zu Naturholz nicht so leicht. Sie müssen nicht lange abgelagert werden und können mit Chemikalien wasser- und feuerfest gemacht und imprägniert werden. Spanplatten sind für die Schreiner besonders wertvoll, da sie damit breite Tragwerksfelder in kurzer Zeit abdecken können.

Mit Ausnahme von Spanplatten sind Produkte aus Holzmasse nicht so fest wie Naturholz. Sie können nicht wie Spanplatten in verschiedene Formen gebogen oder mit Dampf verformt werden, so dass Möbel aus diesen Materialien oft kastenförmig wirken. Man kann sie mit Schrauben und Nägeln nicht sicher miteinander verbinden, außer man verwendet an den Verbindungsstellen zusätzlich Plastik- oder Metalleinlagen, Pass- oder Anschlussstücke.

3

Werkzeuge für die Holzbearbeitung

Handwerker haben im Lauf der Jahrhunderte Handwerkzeuge und Maschinenwerkzeuge entwickelt, um die speziellen Eigenschaften der Hölzer herauszuarbeiten. Sie haben eine große Zahl von Befestigungsmitteln erfunden, mit denen das Holz zusammengehalten wird, und sie haben Wachse, Schellack und Lacke hergestellt, um die Schönheit des Holzes herauszuarbeiten und zu bewahren. Da sich die Abmessungen von Holzbaustoffen unter der Einwirkung von Feuchtigkeit und Wärme etwas verändern können, muss der geübte Holzbearbeiter in der Lage sein, solche Abweichungen vorauszusehen, damit das fertige Produkt eine maximale Stärke hat und einen bestmöglichen Nutzen bringt.

3.1

Handwerkszeuge

Die meisten Handwerkszeuge von heute haben sich seit dem Mittelalter kaum verändert. Die einzige wesentliche Verbesserung ist die Verwendung von Stahl statt Eisen für Schneiden. Zu den gebräuchlichsten Handwerkszeugen gehören Sägen, Hobel und Beitel sowie so verschiedene Werkzeuge wie Hämmer und Schraubenzieher, die man für die Befestigungsmittel benötigt.

Verschiedene Arten von Sägen werden für unterschiedliche Zwecke verwendet. Die bekannte Wald- oder Zugsäge schneidet quer zur Faser, die Spaltsäge in Faserrichtung. Rundungen werden mit der Laubsäge geschnitten, die aus einem Metallrahmen besteht, in den ein schmales Sägeblatt eingespannt ist. Ein genauer Schnitt an Verbindungsstellen lässt sich von Hand mit der Rückensäge erzielen, die ein dünnes rechteckiges Sägeblatt mit einem Metallstab auf dem Rücken hat.

Hobel werden dazu benutzt, Holz mit Hilfe einer scharfen Stahlschneide (in einem Holz- oder Metallgehäuse), das schräg zur Bearbeitungsfläche angesetzt wird, zu glätten oder zu formen. Die Schneidtiefe kann man durch Verstellen des Schneidenvorsprungs unter dem Hobel variieren. Hobel werden in vielen Größen hergestellt. Manchmal werden Spezialhobel auch für Ausklinkungen verwendet. Feilen verschiedener Formen werden ebenfalls zum Glätten und Formen von Holz benutzt.

Mit dem Flachbeitel und dem halbrunden Hohlbeitel entfernt man in bestimmten Fällen unerwünschtes Holz. Zu den wichtigsten Handbohrgeräten gehören die Bohrwinde, der Handbohrer und der Drillbohrer sowie deren verschiedene Bohreinsätze.

Messzeuge verwendet man zum Markieren und um zu prüfen, ob die Maße stimmen und und die Arbeit richtig ausgerichtet ist. Zu den Messzeugen gehören das Bandmaß, der Meterstab und das Stahllineal. Anschlagwinkel und Schreinerwinkel dienen zum Ausrichten oder Überprüfen von rechten Winkeln. Mit Wasserwaagen überprüft man vor allem die richtige waagrechte und senkrechte Ausrichtung. Geleimte Werkstücke werden normalerweise mit Schraubzwinge, Klemmzwinge oder Leimzwinge festgespannt.

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