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Bison

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PräriebisonPräriebison

Bison, größtes Landsäugetier in Nordamerika, wo er zumeist buffalo genannt wird. Der Bison ist gekennzeichnet durch einen besonders stark entwickelten Vorderkörper, einen Widerrist sowie kurze, spitze Hörner (bei Männchen und Weibchen), die von den Seiten des massiven Kopfes aus in einem Bogen nach oben verlaufen. Ein reifer Bulle ist am Widerrist etwa zwei Meter hoch und 2,7 bis 3,7 Meter lang; er wiegt 850 bis 1 100 Kilogramm. Das weibliche Tier ist kleiner. Kopf, Nacken, Vorderbeine und der Vorderteil des Rumpfes sind mit dichtem, bis zu 50 Zentimeter langem Fell aus langem schwarzen Haar bedeckt; der Hinterkörper weist viel kürzeres Haar auf.

Bisons treten meist in Herden auf, mit Ausnahme alter, einzeln umherstreifender Bullen. Fast das ganze Jahr über bilden Weibchen mit ihren Jungen kleine Gruppen, und gelegentlich schließen sich ihnen unreife Bullen an. Reife Männchen bilden eigene Gruppen. Im Frühjahr oder Herbst können sich die Gruppen zu größeren Herden vereinen, um Nahrung und Wasser zu suchen. Das Grunzen und Schnauben der Bisons kann man nur auf kurze Distanz hören. Das bis in fünf Kilometer Entfernung wahrnehmbare Brüllen ist meist in der Paarungszeit zu vernehmen – vorwiegend von Juli bis September, wenn sich die Bullen auf die Suche nach Kühen machen und versuchen, Rivalen fernzuhalten. Brünstige Bullen haben kaum Zeit zum Fressen und verlieren während der Paarungszeit mehr als 90 Kilogramm Gewicht. Die Weibchen sind acht bis neun Monate trächtig, dann wird ein einziges Kalb geboren. Nach ein paar Tagen kann das Kalb mit der Herde mithalten, und es folgt seiner Mutter bis zum nächsten Frühjahr.

Der Bison hat seinen Ursprung in Eurasien, wo altsteinzeitliche Jäger regelmäßig Jagd auf ihn machten. Er ist eines der wenigen Mitglieder seiner Familie, die in prähistorischer Zeit die Landbrücke der Beringstraße nach Nordamerika überquert haben. Dort haben zwei Unterarten überlebt: Präriebison und Waldbison. Der nahe verwandte europäische Wisent ist größer, aber leichter als der amerikanische Bison und fast ausgestorben; nur wenige Exemplare leben noch in Parks und zoologischen Gärten.

Bis ins 19. Jahrhundert lebten 60 Millionen Bisons in den Great Plains von Mexiko bis Kanada, einige auch östlich des Mississippi; für die Indianer waren Bisons von existentieller Bedeutung: Diese Wildrinder wurden als Nahrungsquelle, zur Gewinnung von Fellen und zur Herstellung von Werkzeugen aus Knochen genutzt; die getrockneten Exkremente (buffalo chips) verwendete man als Brennstoff. Zwischen 1830 und 1889 wurde die Zahl der Bisons aufgrund der absichtlichen Ausrottung durch weiße Siedler – aus Lust am Töten, aber auch um Indianern die Lebensgrundlage zu entziehen – auf weniger als 1 000 Exemplare verringert. Heute hat die Zahl der Bisons wieder beträchtlich zugenommen, und es leben etwa 200 000 Tiere in Schutzgebieten und auf Ranches.

Systematische Einordnung: Bisons gehören zur Familie der Bovidae. Der Präriebison wird als Bison bison bison klassifiziert, der Waldbison als Bison bison athabasca, der europäische Wisent als Bison bonasus.

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