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Windows Live® Suchergebnisse AlmohadenEnzyklopädieartikel
Almohaden (arabisch al-muwahhidun: „Bekenner der Einheit Gottes”), spanisch-maurische Herrscherdynastie im 12. und 13. Jahrhundert. Das Geschlecht ging aus einer von Muhammad Ibn Tumart 1121 gegründeten islamischen Reformbewegung der Berber hervor. Unter seinen zahlreichen Anhängern galt Muhammad Ibn Tumart als der vom Propheten verheißene Al Mahdi (arabisch: „der Rechtgeleitete”). Sein Schüler und Nachfolger, der Berber Abd al-Mumin, begründete die Dynastie der Almohaden. Er eroberte den gesamten Nordwesten Afrikas (1140-1147) und setzte damit der Herrschaft der Almoraviden in Afrika ein Ende. 1154 hatte er auch das maurische Spanien unter seine Kontrolle gebracht. Einer seiner bedeutendsten Nachfolger war Yakub al-Mansur, der von 1184 bis zu seinem Tod 1199 in Spanien und Nordafrika herrschte. Er unterstützte Sultan Saladin in seinem Kampf gegen die Kreuzritter; außerdem tat er sich als Baumeister hervor (u. a. Hassanturm, ein 55 Meter hohes Minarett in Rabat, Marokko). Die Almohaden herrschten in Spanien unangefochten, bis sich 1212 die christlichen Könige von Kastilien, Aragonien und Navarra zusammenschlossen und die Truppen der Almohaden in der Schlacht bei Las Navas de Tolosa besiegten. Nach dieser Niederlage wurden die Almohaden nach und nach aus ihrer Machtposition verdrängt; 1232 endete ihre Herrschaft in Spanien und 1269 auch in Nordafrika.
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