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Platää

Enzyklopädieartikel

Platää (griechisch Plataiai), historische Stadt in Böotien, am Fuß des Kithäron, südlich des antiken Theben gelegen.

In einem Krieg gegen Theben, der um 500 v. Chr. stattfand, suchte Platää den Schutz Athens. In den Perserkriegen kämpften die Platäer 490 v. Chr. an der Seite der Athener bei Marathon gegen die Perser. Um 480 v. Chr. übten die Perser unter Xerxes I. Vergeltung und zerstörten die Stadt. Im darauf folgenden Jahr war Platää Schauplatz des entscheidenden Sieges der von Pausanias und Aristides geführten Spartaner über die Truppen der Perser unter Mardonios; in der Folge zogen die Perser aus Griechenland ab. Doch das Bündnis zwischen Platää und Athen missfiel den Thebanern; 429 v. Chr., im dritten Jahr des Peloponnesischen Krieges, griffen sie zusammen mit Sparta die Stadt an und machten sie dem Erdboden gleich. Nach dem Königsfrieden (386 v. Chr.), den der spartanische Feldherr Antalkidas mit dem Perserkönig Artaxerxes II. ausgehandelt hatte, wurde Platää 373 v. Chr. ein zweites Mal von den Thebanern zerstört. Unter Alexander dem Großen wieder aufgebaut, blieb Platää bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. bewohnt.

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