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Windows Live® Suchergebnisse Howard Phillips LovecraftEnzyklopädieartikel
Howard Phillips Lovecraft (1890-1937), amerikanischer Schriftsteller. Er ist einer der bekanntesten Vertreter der Phantastik innerhalb der amerikanischen Literatur. Ernsthaft rezipiert wurde er erst gegen Ende der vierziger Jahre. Seine literarische Bedeutung ist bis heute umstritten. Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence (Rhode Island) geboren; schon im Alter von 16 Jahren verfasste er Beiträge über Astronomie für das Magazin Providence Tribune. Von 1908 bis 1923 verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit Erzählungen für kleinere Pulp-Magazine wie Weird Tales. Lovecrafts Werk handelt von dämonischen Phantasiewesen sowie der grausamen Macht des Bösen und ist in phantastischen Welten jenseits von Raum und Zeit angesiedelt – so etwa die pseudodokumentarischen Geschichten seiner quasireligiösen „Cthulhu-Mythologie”, die seine Nachfolger fortzuführen suchten (The Call of Cthulhu, 1928; Cthulhu. Geistergeschichten). Dabei sind die Figuren den düstren Gesetzen eines undurchdringlichen Universums ausgeliefert: Der Erzähler verstrickt sich auf seiner Suche nach der Wahrheit immer mehr in den Fängen des Bösen, wobei anfängliche Abscheu zum Ende hin immer wieder in erotische Besessenheit umschlägt. Die phantastisch-makabren Horrorgeschichten des Autors können den Einfluss Edgar Allan Poes nicht verleugnen. Lovecraft starb am 15. März 1937 vereinsamt und arm in seinem Heimatort Providence. Lovecrafts Werk hatte beträchtlichen Einfluss auf Fantasyliteratur und Sciencefiction. Von Edmund Wilson heftig kritisiert, gehörte Jorge Luis Borges zu seinen (wenn auch verhaltenen) Bewunderern, vor allem wohl wegen der Anspielungen auf fiktive Bibliotheken und „geheime Bücher”. Lovecrafts Erzählungen erschienen posthum in mehreren Sammelbänden, darunter The Outsider and Others (1939) und Haunter of the Dark and Other Tales (1951). Als beste Kurzromane des Autors gelten The Case of Charles Dexter Ward (1928; Der Fall Charles Dexter Ward), At the Mountains of Madness (1931; Berge des Wahnsinns) und The Shadow over Innsmouth (1936; Schatten über Innsmouth); letzterer gilt als sein Meisterwerk.
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