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  • Burleske – Wikipedia

    Die Burleske (von ital. burla, Scherz, Spaß) ist im Theater und der Literatur eine derbe Komödie und in der Musik ein heiteres Instrumentalstück.

  • hier gehts zu BURLESKE.de

    Gemälde, Zeichnungen und Drucke von Holger Much

  • Gedan: Burleske

    Noten, die durch graue Schrift kenntlich gemacht sind, sind nur auf CD-Rom erhältlich. Gedan, Jörg 1951-"Mein G'müt ist mir verwirret..." für Streichorchester oder -quartett

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Burleske

Enzyklopädieartikel

Burleske (italienisch burla: Scherz; burlesco: scherzhaft), allgemein und gattungsunabhängig eine Darstellungsform derber Verspottung und karikierender Verzerrung, im engeren Sinn als literarische Gattung ein kleines derb-komisches Lustspiel (Possenspiel), das sich dieser Darstellungsform bedient. Häufig verwendetes Stilmittel ist die Satire. Gerne wird ein an sich triviales Thema mit scheinbarem Ernst abgehandelt oder aber eine ernste Gattung aus Lyrik, Dramatik oder Epik durch auffällige Diskrepanz zwischen äußerer Form und inhaltlicher Behandlung mit einem Augenzwinkern ins Lächerliche gezogen, wie z. B. im mittelalterlichen Ritterroman Don Quijote von Miguel de Cervantes. Die Burleske hat starke Affinität zu anderen Gattungen der komisch-satirischen Darstellung, wie Farce, Posse oder Parodie, und lässt sich nicht immer klar von diesen abgrenzen.

Zu den frühesten Beispielen der Burleske als Literaturform gehört das griechische Kleinepos Batrachomyomachia (Die Schlacht der Frösche und der Mäuse), das den episch gehobenen Stil eines Homer oder Hesiod parodiert. Als dramatische Form setzte sich die Burleske dann in den Komödien des Aristophanes fort oder als Darstellungsmittel bei Euripides, dessen Satyrspiel Kyklops mit burlesken Elementen durchsetzt ist, und später in der neuen attischen Komödie bei Menander, dessen Lustspiele in den lateinischen Nachdichtungen des Plautus und Terenz weiterlebten. In Deutschland entwickelten sich aus dem mittelalterlichen Fastnachtsspiel Formen des Burlesken in der spätmittelalterlichen Schwankdichtung. Bereits im Spätmittelalter (namentlich bei Neidhart von Reuenthal und Oswald von Wolkenstein) entstand eine Dichtung, die sich der Burleske bediente, um die höfische Ritter- und Minneideologie zu parodieren, eine Tradition, die später auch in vielen anderen europäischen Ländern beliebt wurde, etwa bei Geoffrey Chaucer oder Alain-René Lesage. Auch die französischen Komödiendichter Paul Scarron (Antiketravestie) und Molière oder die Engländer John Gay (Bettleroper) und Samuel Butler (Verssatire Hudibras) waren Meister des Burlesken. In England und Frankreich wurde der Begriff der Burleske zunehmend auch im Sinne der Travestie verwendet, die dort als Terminus nicht gebräuchlich ist.

In den USA bezieht sich die Bezeichnung Burlesque auf eine Art Varieté, das zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg populär wurde, nachdem es Ende der sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts als Kombination aus Minstrel Show und Vaudeville entstanden war. In der Musik bezeichnet der Begriff ein Instrumentalstück, meist für Klavier, mit heiterem oder humoristischem Charakter.

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