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Windows Live® Suchergebnisse Matthias I. Corvinus (von Ungarn)Enzyklopädieartikel
Matthias I. Corvinus (von Ungarn), (1443-1490), König von Ungarn (1458-1490), letzter einheimischer Monarch, der über ganz Ungarn herrschte, und zeitweise der mächtigste Herrscher Mitteleuropas. Matthias wurde am 23. Februar 1443 in Klausenburg (heute in Rumänien) als Sohn von János Hunyadi geboren. Sein Vater war von 1446 bis 1452 ungarischer Reichsverweser. 1458 wurde Matthias vom ungarischen Adel zum Nachfolger des kinderlosen Ladislaus V. gewählt. Kaiser Friedrich III., der ebenfalls Anspruch auf den Thron erhoben hatte, erkannte ihn schließlich 1462 als König an. Zwischen 1469 und 1478 intervenierte Matthias in Böhmen, in der Absicht, die Herrschaft über das Land zu erringen, konnte am Ende aber nur Mähren, die beiden Lausitzen und Schlesien in seinen Besitz bringen. Matthias reformierte das Justizwesen und löste sich aus der Abhängigkeit vom Adel, indem er eine unabhängige Söldnerarmee, die Schwarzen Truppen, aufstellte, die er sowohl gegen innere als auch äußere Feinde einsetzte. Seinen alten Plan, die römische Königskrone zu erringen, konnte er nicht verwirklichen – sowohl die Reichsfürsten als auch der Papst versagten ihm die Unterstützung; stattdessen verfolgte er nun das Ziel, ein Großungarisches Reich aufzubauen. Zwischen 1481 und 1485 führte er Krieg gegen seinen alten Rivalen Kaiser Friedrich. Er eroberte Niederösterreich, die Steiermark und Kärnten von ihm und verlegte die Hauptstadt seines Reiches nach Wien. Matthias’ Hof in Buda wurde zu einem Zentrum der Wissenschaft und der Renaissancekultur. Er gründete eine Bibliothek, die Bibliotheca Corviniana in Ofen, führte den Buchdruck in Ungarn ein, holte italienische Gelehrte nach Buda, schickte ungarische Studenten an italienische Universitäten und gründete die Universität Preßburg (heute Bratislava). Matthias starb am 6. April 1490 in Wien ohne einen legitimen Erben; nach seinem Tod zerfiel sein Großreich.
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