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Windows Live® Suchergebnisse ChinarindenbaumEnzyklopädieartikel
Chinarindenbaum, immergrüner Baum aus der Familie der Krappgewächse, der die medizinisch wichtige Chinarinde oder Fieberrinde liefert. Aus der getrockneten, gelben Rinde wird neben anderen Alkaloiden das Chinin gewonnen, das vor der Erfindung synthetischer Stoffe das einzige Heilmittel gegen Malaria war. Es wurde bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts als solches verwendet und seine Wirkung war schon bei südamerikanischen Indianerstämmen bekannt. Sein bitterer Geschmack wird außerdem als Zusatz in manchen Getränken, vor allem den Tonics, geschätzt. Neben dem eigentlichen Chinarindenbaum, der aus dem Hochland der ecuadorianischen und peruanischen Anden stammt, wurden im westlichen Südamerika noch weitere Arten der gleichen Gattung entdeckt (von denen sich später manche als Formen des echten Chinarindenbaumes herausstellten), aus deren Rinde sich ebenfalls Chinin gewinnen lässt. Alle besitzen lorbeerähnliche, ganzrandige, gegenständige Blätter sowie Nebenblätter, die jedoch bald abfallen. Ihre weiß, rosa oder purpurfarbenen Blüten stehen in Rispen, die denen des Flieders ähneln und intensiv duften. Ursprünglich hat man die Bäume an ihrem Naturstandort gefällt, um die Rinde zu gewinnen, so dass sie mit der Zeit recht selten wurden. Seit 1859 wurde der Baum jedoch nach Indien und insbesondere nach Java eingeführt, das sich bis zu Beginn des 2. Weltkrieges zum Zentrum der Chinarindenproduktion entwickelte. Heute ist die Bedeutung der Chinarinde aufgrund der synthetischen Produkte deutlich gesunken. Systematische Einordnung: Der Chinarindenbaum gehört zur Familie Rubiaceae und heißt botanisch Cinchona officinalis. Eine weitere, Chinarinde liefernde Art ist Cinchona pubescens (auch Cinchona succirubra).
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