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Windows Live® Suchergebnisse WolfsmilchgewächseEnzyklopädieartikel
Wolfsmilchgewächse, große Familie mit etwa 8 000 Arten, von denen die meisten in den Tropen Südostasiens und Amerikas beheimatet sind. Die Familie zeichnet sich durch einen großen Formenreichtum aus. Dieses Spektrum reicht von kleinen, einjährigen Kräutern über kakteenähnliche Gewächse bis zu großen Bäumen. Viele Arten der Familie weisen im Pflanzengewebe Milchsaft auf, der zum Teil zu Hautreizungen führen kann und bei Tieren unter Umständen tödlich wirkt. Deshalb dient der Milchsaft einiger Arten heute noch als Ausgangsprodukt für Pfeilgift. Außerdem kann aus dem Milchsaft einiger Arten Kautschuk gewonnen werden; die bedeutendste dieser Pflanzen ist der Parakautschukbaum. Die Blüten sind in der Regel unauffällig. Oft sind die Einzelblüten jedoch in dichten Blütenständen angeordnet und von einem Kreis farbiger Hochblätter umgeben. Diese übernehmen die Aufgabe von Blütenblättern, indem sie durch ihre Signalfarben Bestäuber anlocken. Beispielsweise sind die Blüten des aus Mexiko stammenden Weihnachtssternes von leuchtend roten Hochblättern umgeben. Er ist bei uns eine beliebte Topfpflanze. Zu den Wolfsmilchgewächsen zählen auch der Wunderbaum und Aleurites, deren Arten aufgrund des hohen Ölgehalts ihrer Samen von wirtschaftlicher Bedeutung sind. Die Maniokknolle ist sehr stärkehaltig und Ausgangsprodukt für die Herstellung von Tapioka. Die Familie der Wolfsmilchgewächse enthält viele nordamerikanische Krautarten. Einige bilden kakteenähnliche Formen mit sukkulenten, blattlosen Stämmen. Dieser Lebensformtyp stellt eine Anpassung an heiße, trockene Klimabedingungen dar und hat sich im Laufe der Evolution analog zu den Kakteengewächsen entwickelt. Sukkulente Wolfsmilchgewächse lassen sich von Kakteengewächsen leicht aufgrund ihres Milchsaftes unterscheiden. Systematische Einordnung: Wolfsmilchgewächse bilden die Familie Euphorbiaceae. Der botanische Name des Parakautschukbaumes lautet Hevea brasiliensis, der Weihnachtsstern heißt Euphorbia pulcherrima. Der Wunderbaum bildet die Gattung Ricinus.
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