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Windows Live® Suchergebnisse IstrienEnzyklopädieartikel
Istrien, auch Istrische Halbinsel, bergige Halbinsel in Südeuropa. Der überwiegende Teil gehört zu Kroatien; lediglich ein schmaler Streifen im Norden ist Teil des Staatsgebietes von Slowenien. Die Halbinsel erstreckt sich ins Adriatische Meer zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner Bucht. Istrien hat eine Fläche von 3 885 Quadratkilometern, ist dicht bewaldet und wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Wichtigste Anbauprodukte sind Getreide, Obst, Weintrauben und Oliven. Fischerei, Holzwirtschaft und Weinproduktion sind die größten Gewerbezweige. Eine große wirtschaftliche Rolle spielt der Fremdenverkehr in den Küstengebieten. Zu den wichtigsten Städten gehören Triest, Koper, Pula, Opatija, Rovinj, Poreč und Umag. Im Altertum lebten illyrische Stämme auf Istrien, das von den Römern 177 erobert wurde. 539 fiel das Gebiet an das Oströmische Reich und stand nominell bis 752 unter byzantinischer Herrschaft. Ab 788 kam es an das Fränkische Reich und fiel 952 an das Herzogtum Bayern. Im Jahr 976 wurde Istrien dem Herzogtum Kärnten angegliedert. 1347 fiel der nordöstliche Teil an das Haus Habsburg, die südwestlichen Gebiete kamen 1420 unter Kontrolle Venedigs. Istrien wurde 1797 ein Kronland Österreichs. Zwischen 1809 und 1814 gehörte es zu Frankreich, geriet danach wieder unter österreichische Herrschaft und wurde nach dem 1. Weltkrieg Italien zugesprochen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Freistaat Triest vom Norden Istriens abgetrennt, der Rest der Halbinsel wurde 1947 dem ehemaligen Jugoslawien zugeschlagen. Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde die Halbinsel 1991 zwischen den neu gegründeten Staaten Kroatien und Slowenien aufgeteilt.
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