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Konstantin Stanislawskij

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Moskauer KünstlertheaterMoskauer Künstlertheater

Konstantin Stanislawskij, eigentlich Konstantin Stanislawskij Aleksejew, (1863-1938), in Moskau geborener russischer Schauspieler und Regisseur. Stanislawskij schrieb einige bedeutende Schriften zur Schauspielkunst, darunter Rabota aktera nad soboj (1938, Die Arbeit des Schauspielers an sich selbst) und Rabota aktera nad rol’ju (posthum 1951, Die Arbeit des Schauspielers an der Rolle). Auch entwickelte er eine Schauspieltechnik, die auf die völlige Identifikation des Akteurs mit der Rolle abzielte (Stanislawskij-Methode). Er war Mitbegründer und Direktor des renommierten Moskauer Künstlertheaters MCHAT (russisch: Moskowskij Chudoschestwennyj akademitscheskij teatr).

Gemeinsam mit Wladimir Nemirowitsch-Dantschenko gründete Stanislawskij 1897 das Moskauer Künstlertheater. Sein erstes Theaterprojekt, Czar Fyodor (1898, Zar Fjodor), stand noch ganz im Zeichen einer traditionell-werkgetreuen Bühnenrealisierung. Doch bereits die zweite Inszenierung, die Uraufführung des Dramas Die Möwe (1898) von Anton Tschechow, war gewagter und brachte dem Ensemble durchschlagenden Erfolg. Die im Drama dargestellte Monotonie und Resignation wurde in Form eines von Stanislawskij so genannten „psychologischen Realismus” dem Betrachter erfahrbar gemacht. Als experimentelle Bühne übte das Moskauer Künstlertheater über Jahrzehnte großen Einfluss auf die europäische Theateravantgarde aus.

Nach 1907 widmete sich Stanislawskij der Schauspielausbildung. Indem er versuchte, die Akteure durch emotionales Erleben der Rolle zu einer glaubwürdigeren Spielweise zu bewegen, sollte eine intensivere Verbindung zum Publikum geschaffen werden.

Nach der Russischen Revolution von 1917 erprobte Stanislawskij Methoden der Totalimprovisation. Dabei wollte er dem Schauspieler Mittel an die Hand geben, die den Regisseur letztendlich überflüssig machen sollten. Am Ende kehrte Stanislawskij zur Regiearbeit zurück.

Siehe auch Theaterproduktion; Drama

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