Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Romanische Kunst und Architektur", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Romanische Kunst und Architektur

Windows Live® Suchergebnisse

  • Romanische Kunst

    Buchtipp zum Thema : Romanische Kunst in Deutschland. Text und Fotografie dieses Buches machen diese wohl umfassendste Darstellung romanischer Kunst in Deutschland zu einem ...

  • Romanische Kirchen in Köln

    Peter von Baldass, Walther Buchowiecki, Wilhelm Mrazek, Romanische Kunst in Österreich, Wien, Hannover, Bern 1962 Xavier Barral i Altet, Francois Avril, Danielle Gaborit-Chopin ...

  • Romanische Kirchen in Köln

    romanische Kunst ... L'architecture normande au Moyen Age. Actes du colloque de Cerisy-la-Salle (28.9 ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse
Seite 3 von 3

Romanische Kunst und Architektur

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Dom Sankt Martin und Stephan (Mainz)Dom Sankt Martin und Stephan (Mainz)
Artikelgliederung
5

Malerei

Monumentale Freskenzyklen sind aus der Epoche der Karolinger überliefert, doch blieb von ihnen fast nichts erhalten. Aus der Zeit der Ottonen stammt die Ausmalung von Sankt Georg in Oberzell auf der Insel Reichenau. Die monumentalen Freskenzyklen der Romanik werden gekennzeichnet durch ein festgelegtes Bildprogramm, die Maiestas Domini, deren Darstellung des triumphierend wiederkehrenden Christus am Ende der Tage zum Apsisbild schlechthin von Süditalien bis Schweden wird. Durch die Kreuzzugsbewegung gelangen zunehmend byzantinische Bildtypen und Stilelemente nach Mittel- und Westeuropa.

Mosaiken waren eine Technik antiken Ursprungs, die in Byzanz höchste Perfektion erreicht hatte und im lateinischen Westen häufig zur Ausschmückung romanischer Kirchen in Italien, besonders in San Marco in Venedig und in den Kirchen in Cefalù und Monreale in Sizilien, verwendet wurde; meist waren hier griechische Kunsthandwerker tätig.

5.1

Buchmalerei

Illuminierte Handschriften sind bereits aus der Spätantike bekannt. Im 7. Jahrhundert bestand in Lindisfarne in England eine bedeutende Schule der Buchmalerei. Der Stil dieses mönchischen Skriptoriums, dessen berühmtestes Werk das Lindisfarne-Evangeliar (Ende 7. Jahrhundert, British Museum, London) ist, zeichnet sich durch geometrische Flechtwerkmuster aus, in die häufig Darstellungen von grotesken menschlichen Figuren und Tieren eingearbeitet sind. In den Handschriften der karolingischen Hofschulen werden Reminiszenzen an die spätantike Malerei mit Stilelementen dieser insularen Handschriften verwoben. Von Einfallsreichtum und technischem Können zeugen die freien Federzeichnungen des Utrechter Psalters (um 830-835, Universitätsbibliothek, Utrecht, Niederlande). Regionale Skriptorien in Süd- und Westeuropa entwickelten ihren eigenen Stil. Ein Beispiel hierfür ist eine Beatus-Apocalypse (Nationalbibliothek, Paris), die Mitte des 11. Jahrhunderts im Kloster von Saint-Sever in Südfrankreich angefertigt wurde. Anfang des 12. Jahrhunderts übernimmt die Buchmalerei nördlich der Alpen zunehmend Bildtypen und Stilelemente der gleichzeitigen Skulptur. In Italien blieb der Einfluss der byzantinischen Kunst in Buch-, Wandmalerei und Mosaikkunst beherrschend.

5.2

Goldschmiede und Textilkunst

Die Goldschmiedekunst stellt in der vorromanischen und romanischen Zeit eine hoch entwickelte Kunstform dar. Diese wurde in erster Linie zur Anfertigung liturgischen Geräts und für königliche Insignien verwendet. Ein Großteil der Goldschmiedewerke in Frankreich fiel der Französischen Revolution zum Opfer, jedoch sind in den Schatzkammern größerer europäischer Kathedralen außerhalb Frankreichs noch zahlreiche Werke erhalten geblieben. Andere Metallarbeiten aus der vorromanischen und romanischen Zeit sind frühe keltische Silber- und Schmuckgegenstände, Gold- und Silberschmiedearbeiten aus Deutschland und Italien, deren Gestaltungsform von importierten byzantinischen Metallarbeiten beeinflusst war, sowie bemerkenswerte Emailarbeiten.

Der bedeutendste Goldschmied der Romanik, dessen Werk von großem Einfluss auf die frühgotische Skulptur war, ist Nikolaus von Verdun, dessen Hauptwerk, der Dreikönigsschrein im Kölner Dom (vollendet 1191), noch heute ein Publikumsmagnet ist.

Das berühmteste Beispiel romanischer Textilkunst ist der aus dem 11. Jahrhundert stammende Teppich von Bayeux, eine farbige Stickerei auf Leinen. Zu den erhaltenen Textilarbeiten aus der Romanik zählen auch liturgische Gewänder und Wandbehänge. Die kostbarsten Textilarbeiten im romanischen Europa stammten jedoch nicht von einheimischen Kunsthandwerkern, sondern sind aus dem Byzantinischen Reich, aus Spanien und aus dem arabischen Raum importiert worden.

Zurück
| |
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft