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Antiochos I. Soter

Enzyklopädieartikel

Antiochos I. Soter (um 324 bis 261 v. Chr.), Mitregent (seit 293 v. Chr.), später König des Seleukidenreiches (281-261 v. Chr.). Antiochos I. war der Sohn von Seleukos I. Nikator, einem der Feldherrn und Nachfolger Alexanders des Großen und Begründer der Seleukiden-Dynastie. Die Anfangsjahre seiner selbständigen Herrschaft waren geprägt von erfolglosen kriegerischen Auseinandersetzungen u. a. mit Antigonos II. Gonatas. Um 275 v. Chr. besiegte er die keltischen Galater in Kleinasien, was ihm den Beinamen Soter (griechisch: Retter) einbrachte. Anschließend führte er den 1. Syrischen Krieg (274-271 v. Chr.) gegen Ptolemäus II., in dem er Teile Kleinasiens an das Ptolemäerreich verlor. Um 262 v. Chr. wurde er bei Sardes von Eumenes I. von Pergamon geschlagen, der bislang unter der Oberhoheit des Seleukidenreiches gestanden war und nun, nach seinem Sieg über Antiochos, für sein pergameisches Reich die Selbständigkeit beanspruchte. Antiochos, der vor allem im Osten seines Reiches zahlreiche Städte gegründet und den Herrscherkult der Seleukiden eingeführt hatte, starb am 2. Juni 261 v. Chr. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Antiochos II.

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