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Peru

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Peru (Flagge und Hymne)Peru (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
1

Einleitung

Peru, Republik im westlichen Südamerika; das Staatsgebiet grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifischen Ozean. Mit einer Gesamtfläche von 1 285 216 Quadratkilometern (einschließlich vorgelagerter Inseln) ist Peru nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Südamerikas. Hauptstadt des Landes ist Lima.

2

Land

Peru gliedert sich in drei naturräumliche Großeinheiten: Costa (Küstenebene, 11 Prozent der Staatsfläche), Sierra (Gebirge, 26 Prozent) und Oriente (Gebirgsvorland, 63 Prozent).

2.1

Physische Geographie

Die Küstenebene besteht aus einem lang gezogenen Landstreifen, der sich entlang der gesamten Küste von Nordwesten nach Südosten erstreckt und zwischen 60 und 150 Kilometer breit ist. In diesem Tiefland befinden sich die meisten Städte des Landes. Zahlreiche Flüsse entwässern die Tieflandregion zum Pazifischen Ozean.

Parallel zur Küstenebene liegt die sich östlich anschließende Sierra, ein Abschnitt der Anden, der sich aus drei Hauptgebirgszügen zusammensetzt. In der Westkordillere erheben sich mehrere über 6 000 Meter hohe Gipfel; der Huascarán ist mit 6 768 Metern höchster Berg des Landes. Jenseits der Senke des Río Marañón erstreckt sich die Zentralkordillere, die durch das Tal des Río Huallaga von der Ostkordillere getrennt ist. Im Süden Perus ist ein ausgedehntes Hochland (Altiplano) ausgebildet, dessen größter Teil zu Bolivien gehört. In ihm befindet sich auch das abflusslose Becken des Titicacasees, der über den Desaguadero in den Poopósee in Bolivien entwässert.

Nach Osten geht die stark gegliederte Ostabdachung der Anden (Montaña) in ausgedehntes tropisches Tiefland (Selva) über, das sich bis zur brasilianischen Grenze hin ausdehnt und Teil des Einzugsgebiets des Amazonas ist. Diese Region ist dicht bewaldet, und in weiten Teilen noch unerschlossen.

Zahlreiche Quell- und Nebenflüsse des Amazonas entspringen in Peru. Der Río Putumayo im Norden ist Grenzfluss zu Kolumbien.

2.2

Klima

Peru liegt in den inneren Tropen. Das Klima Perus ist regional sehr unterschiedlich und reicht von tropischem Klima in der Montaña bis zu arktischem Klima in den Gebirgsregionen der Anden.

Die Küstenebene steht unter dem Einfluss des kalten, nordwärts fließenden Humboldt- oder Perustromes. Die Temperaturen sind hier das ganze Jahr relativ konstant; die mittlere Jahrestemperatur beträgt etwa 20 °C. Der unter dem Namen Garúa bekannte Küstennebel hüllt viele Berghänge der Sierra von Juni bis Oktober ein und liefert so genug Feuchtigkeit für das Wachstum der Grasdecke. Allerdings sind die Jahresniederschläge gering; oft werden 50 Millimeter unterschritten.

In der Sierra nehmen die Temperaturen zwar mit der Höhe rasch ab, jedoch liegt auf 3 300 Metern die mittlere Jahrestemperatur immer noch bei 16 °C. Im Allgemeinen fällt nur geringer Niederschlag, aber in einigen Gebieten treten von Oktober bis April mitunter heftige Regenfälle auf. In Cuzco, im südöstlichen Teil der Sierra, erreicht die jährliche Niederschlagsmenge 815 Millimeter.

In den tieferen Lagen der Montaña ist es äußerst heiß und feucht mit einer Jahresmitteltemperatur von 26 °C, während das Klima in höheren Lagen gemäßigter ist. Die dieses Gebiet durchquerenden Ostwinde reichern sich mit Feuchtigkeit an und führen an den Osthängen der Anden zu ergiebigen Regenfällen. Der mittlere Jahresniederschlag erreicht in einigen Gegenden bis zu 3 800 Millimeter. Die Hauptregenzeit dauert von November bis April.

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