Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Girolamo Savonarola", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Girolamo Savonarola

Windows Live® Suchergebnisse

  • Girolamo Savonarola – Wikipedia

    Girolamo „Hieronymus“ Savonarola (* 21. September 1452 in Ferrara, Italien; † 23. Mai 1498 in Florenz, Italien) war ein italienischer Dominikaner und Bußprediger.

  • savonarola.de

    Herzlich Willkommen auf der Homepage von. Prior von San Marco im Florenz des ausgehenden 15. Jahrhunderts. Weiter zum Buch

  • Girolamo (Hieronymus) Savonarola - Ökumenisches Heiligenlexikon

    Girolamo Savonarola wurde 1475 Dominikaner in Bologna. 1482 wurde er zum Lektor am Konvent S. Marco in Florenz ernannt und errang Ruhm als Bibeltheologe.

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Girolamo Savonarola

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Girolamo SavonarolaGirolamo Savonarola

Girolamo Savonarola (1452-1498), italienischer Prediger und Reformer.

Savonarola wurde am 21. September 1452 als Sohn eines Adligen in Ferrara geboren. 1474 trat er in ein Dominikanerkloster in Bologna ein, und 1482 kam er in das Kloster San Marco in Florenz. Hier und auf seinen Reisen durch oberitalienische Städte rief er in seinen Predigten zur christlichen Umkehr auf, prangerte die Verderbtheit der Gesellschaft an und prophezeite ein Strafgericht Gottes, das angesichts der allgemeinen Verkommenheit nicht ausbleiben würde. 1491 wurde er von den Medici zum Prior von San Marco ernannt, was ihn nicht davon abhielt, die Korruption und Lasterhaftigkeit der Medici weiter öffentlich anzuklagen.

1493 gewann Savonarola für die von ihm vorgeschlagene Reform des Dominikanerordens die Zustimmung des Papstes. In seinen Predigten wandte sich Savonarola nun mehr und mehr politischen Themen zu; in einem seiner Diskurse prophezeite er den Aufstieg Frankreichs unter Karl VIII. 1494 schien sich diese Vorhersage mit dem Einmarsch der französischen Truppen in Italien und dem Sturz der Medici bewahrheitet zu haben. Savonarola übernahm nun in Florenz die Führung und erließ eine religiös bestimmte, demokratische Verfassung und strenge Sittengesetze.

Daneben predigte Savonarola weiter gegen den Sittenverfall in der Gesellschaft und machte mit seinen Vorwürfen selbst vor Papst Alexander VI. nicht halt. Seine eigenwillige Auslegung der Heiligen Schrift, seine Anschuldigungen gegenüber der Kurie sowie seine Politik in Florenz führten 1495 zu einer Anklage wegen Ketzerei. Als sich Savonarola dann weigerte, zu dieser Anklage Stellung zu nehmen, und somit dem Papst den Gehorsam verweigerte, erließ Alexander ein Predigtverbot für Savonarola, das der jedoch nicht beachtete.

In der Zwischenzeit spitzte sich in Florenz die Situation zu: Die von der neuen Republik verabschiedeten Gesetze erwiesen sich als undurchführbar, und die Partei der Medici, die Arrabbiati (italienisch „Erzürnte”), gewann mehr und mehr an Boden. Die Hinrichtung von fünf Verschwörern aus dem Lager der Medici, die später Savonarola zur Last gelegt wurde, ließ schließlich den Unmut der Bevölkerung gegen Savonarolas asketische Gesetze offen zum Ausbruch kommen.

1497, am entscheidenden Punkt des Machtkampfes in Florenz, kam aus Rom die Nachricht der Exkommunikation Savonarolas. Savonarola erklärte die Exkommunikation für ungültig und sah sich durch den päpstlichen Spruch nicht gebunden; bei Ausbruch der Pest in Florenz z. B. spendete er den erkrankten Mönchen weitherhin die Sakramente.

1498 übernahmen seine Gegner in Florenz die Macht, verhafteten Savonarola und klagten ihn der Ketzerei an. Savonarola gestand unter der Folter und wurde als Häretiker zum Tod verurteilt. Am 23. Mai 1498 wurde er gehenkt und verbrannt; kurz zuvor hatte er sein unter der Folter erpresstes Geständnis widerrufen. Über ein halbes Jahrhundert später, 1558, wurden seine Schriften für rechtgläubig erklärt.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft