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Francis Ford Coppola (*1939), amerikanischer Regisseur und Filmproduzent. Mit eindrucksvoll inszenierten Publikumserfolgen wie The Godfather (1972; Der Pate) oder Apocalypse Now (1979; Apocalypse Now) gehört er zu den wichtigsten Repräsentanten des New-Hollywood-Kinos. Coppola wurde am 7. April 1939 als Sohn eines Filmkomponisten und einer Schauspielerin in Detroit (Michigan) geboren. Nach einem Studium der Theaterwissenschaften an der Hofstra University (Abschluss 1960) besuchte er die Filmschule der University of California in Los Angeles (UCLA). Bereits als Student begann er, für Roger Corman, einen bekannten Produzenten von B-Movies, als Kameramann und Regieassistent zu arbeiten. 1961 führte Coppola erstmals selbst Regie in der Westernkomödie Tonight for Sure (Das gibt es nur im Wilden Westen); es folgte der Horrorfilm Dementia 13. Anschließend nahm er seine Arbeit für das Fernsehen auf, die ihm neben seiner Regiearbeit in You’re a Big Boy Now (1966; Big Boy, jetzt wirst du ein Mann!) breite Anerkennung bei Publikum und Fachkritik einbrachten. Weniger erfolgreich waren das Musical Finian’s Rainbow (1968; Der goldene Regenbogen) und der Liebesfilm The Rain People (1969; Liebe niemals einen Fremden). Für das Drehbuch zu dem Kriegsfilm Patton (1970; Patton – Rebell in Uniform) wurde Coppola zusammen mit Edmund H. North mit einem Oscar ausgezeichnet. Seit dieser Zeit arbeitete Coppola, der zu den umstrittensten Filmemachern seiner Generation gehört, meist in seinem eigenen Produktionszentrum Zoetrope, das mittlerweile Konkurs anmelden musste, aber auch mit großen Studios wie Universal und Paramount. Sein Mafiaepos The Godfather (1972; Der Pate, nach dem Roman von Mario Puzo) wurde eines der meistgelobten Werke der amerikanischen Filmgeschichte. Auch wenn seine Filme nicht selten bei Kritikern oder Publikum durchfielen, gewann er für viele nationale und internationale Auszeichnungen, so beispielsweise für The Conversation (1974; Der Dialog), Der Pate II (1974; drei Oscars, für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch nach einer Vorlage), sein Vietnamkriegsepos Apocalypse Now (1979), Peggy Sue Got Married (1986; Peggy Sue hat geheiratet), Tucker: The Man and His Dream (1988; Tucker), The Godfather III (1990; Der Pate III) und Bram Stoker’s Dracula (1992). Es folgten der Actionthriller Deadfall (1993) mit seinem Neffen Nicolas Cage, Jack (1996) mit Robin Williams, John Grisham’s The Rainmaker (1997; Der Regenmacher) sowie unter dem Titel Apocalypse Now Redux (2001; Apocalypse Now Redux) eine um 50 Minuten verlängerte Fassung seines bildkräftigen Vietnamklassikers. Zu den bedeutenden Filmen, für die er als Produzent verantwortlich zeichnete, gehören u. a. George Lucas’ American Graffiti (1973), der Kinderfilmklassiker The Black Stallion (1979; Der schwarze Hengst), Akira Kurosawas Kagemusha (1980) und Wim Wenders’ Hammett (1982). In dem Dokumentarfilm Hearts of Darkness: A Filmmaker’s Apocalypse (1991) hielt seine Frau Eleanor Coppola die Entstehung von Apocalypse Now fest. Trotz des wechselhaften Verlaufs seiner Karriere, die auch große Misserfolge einschloss, gilt Coppola als einer der kreativsten Vertreter des amerikanischen Films. Einige seiner mit großer Risikobereitschaft realisierten, opulent inszenierten Werke wurden weltweit große Erfolge und zu Klassikern der Filmgeschichte.
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