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  • Wasserstoffperoxid – Wikipedia

    Wasserstoffperoxid (H 2 O 2) ist eine blassblaue, in verdünnter Form farblose, weitgehend stabile Flüssigverbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff.

  • Wasserstoffperoxid

    Eigenschaften: Reines, wasserfreies Wasserstoffperoxid ist eine wasserklare Flüssigkeit, die bei Erwärmung und vor allem in Anwesenheit von Schwermetall-Verunreinigungen ...

  • Wasserstoffperoxid

    Wasserstoffperoxid: Eigenschaften und Darstellung in Labor und Technik. Vortrag von Maren Müller im Rahmen der "Übungen im Vortragen mit Demonstrationen - Anorganische Chemie ...

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Wasserstoffperoxid

Enzyklopädieartikel

Wasserstoffperoxid, Name einer anorganischen Verbindung, die sich aus zwei Wasserstoff- und zwei Sauerstoffatomen zusammensetzt und die chemische Summenformel H2O2 trägt.

Bei reinem, wasserfreien Wasserstoffperoxid handelt es sich um eine farblose, sirupartige Flüssigkeit mit der relativen Dichte 1,44, die bei -0,41 °C gefriert. In diesem Zustand reagiert Wasserstoffperoxid bei Erwärmung hochexplosiv. Auf der Haut ruft Wasserstoffperoxid Brandblasen hervor. In konzentrierten Lösungen ist dieses Peroxid unbeständig und ist mit Wasser in allen Mengenverhältnissen mischbar. Aus sicherheitstechnischen Gründen kommt diese Verbindung nur als wässrige Lösung mit einem Gehalt von 3 oder von 30 Prozent in den Handel. Um die Zersetzung des Peroxides zu Wasser und Sauerstoff aufzuhalten, gibt man zu der Lösung Stabilisatoren, wie z. B. Natriumphosphate, hinzu. Auch so genannte Chelatbildner, wie beispielsweise Acetanilid, verhindern die Zersetzung des Peroxides durch Spuren von Schwermetallsalzen. Als zusätzliche Maßnahme wird die Lösung in dunklen Flaschen und bei niedrigen Temperaturen aufbewahrt.

Wasserstoffperoxid lässt sich technisch nach unterschiedlichen Verfahren erzeugen. Die Elektrolyse wässriger Lösungen von Schwefelsäure, Kaliumhydrogensulfat oder Ammoniumhydrogensulfat hat heutzutage an Bedeutung verloren. Auf diesem Weg gewinnt man etwa 5 Prozent des benötigten Wasserstoffperoxides. Den Hauptanteil (95 Prozent) produziert man heute nach verschiedenen Varianten des so genannten Anthrachinon-Verfahrens.

Wasserstoffperoxid nutzt man beispielsweise zum Bleichen von Holz, Textilien, Papier, zur Herstellung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln und Kosmetika (z. B. Haarbleiche). Als dreiprozentige wässrige Lösung verwendet man es in der Medizin als Antiseptikum. In der chemischen Industrie ist Wasserstoffperoxid ein wertvoller Grundstoff für viele organische und anorganische Produkte (z. B. Natriumperborat in der Waschmittelindustrie).

Auf lebende Zellen wirkt Wasserstoffperoxid toxisch. Nach jüngsten Erkenntnissen gibt es jedoch Immunzellen, die Wasserstoffperoxid zur Abtötung von Krankheitserregern einsetzen. Außerdem besitzt es in lebenden Organismen eine wichtige Funktion als Botenstoff und wirkt u. a. an der Regulation der Zellteilung mit.

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