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Windows Live® Suchergebnisse South AustraliaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
South Australia, Bundesstaat im Süden von Australien, grenzt im Osten an Victoria und New South Wales, im Nordosten an Queensland, im Norden an das Northern Territory, im Westen an Western Australia und im Süden an die Große Australische Bucht des Indischen Ozeans. South Australia hat eine Fläche von 984 377 Quadratkilometern, was etwa 13 Prozent der Landesfläche entspricht. Zum Gebiet des Staates gehört auch die Känguruh-Insel. Die Hauptstadt von South Australia ist Adelaide.
South Australia ist überwiegend Tiefland. Etwa die Hälfte des Staates liegt weniger als 150 Meter über dem Meeresspiegel. South Australia ist allgemein als „der trockenste Staat auf dem trockensten Kontinent” bekannt. Etwa zwei Drittel des Gebiets werden von Wüsten eingenommen. Im westlichen Teil erstreckt sich die Große Victoriawüste. Sie geht nach Süden in die Nullarborebene über, die sich entlang der Großen Australischen Bucht bis nach Western Australia hinein ausbreitet. Nach Norden wird die Große Victoriawüste von den bis 1 440 Meter hohen Musgrave Ranges begrenzt. Im Südosten erheben sich die Mount Lofty Ranges und die Flinders Ranges von Port Pirie aus nach Norden. Östlich von diesen Bergketten im Südosten des Staates liegt das Gebiet der fruchtbaren Ebenen, die vom Unterlauf des Murray bewässert werden. Die stark durch Buchten gegliederte Küste von South Australia ist 3 700 Kilometer lang. Die Gebirge sind häufig von mit Salzseen eingenommenen Senken umgeben (z. B. Eyreseebecken im Nordosten). Die Sommer sind heiß und trocken. Die zum Teil spärlichen Niederschläge fallen überwiegend im Winter (Juni bis September). Nur in den höheren Lagen der Bergketten werden 250 Millimeter Jahresniederschlag überschritten.
South Australia hat etwa 1,4 Millionen Einwohner. Die Aborigines, die ursprünglichen Bewohner, stellen nur noch etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung des Staates. Die Mehrzahl der Aborigines lebt in Adelaide und Port Augusta. Adelaide, die einzige Großstadt, ist mit einer Einwohnerzahl von etwa 1,1 Millionen die fünftgrößte Stadt Australiens und ein bedeutender Industriestandort. Adelaide wurde 1836 auf einer Schwemmlandebene am Golf von Saint Vincent gegründet. Weitere, wenn auch bedeutend kleinere Städte sind Whyalla (25 000), Mount Gambier (21 000), Port Augusta, Port Pirie und Gawler (jeweils 15 000).
Die Landwirtschaft wird in weiten Teilen von South Australia durch die trockenen Bedingungen stark eingeschränkt. Die agrarische Nutzung des Landes erfolgt häufig als Bewässerungsfeldbau. Hauptanbauprodukte sind Weizen und Gerste, daneben werden Obst und Gemüse kultiviert. Der Bundesstaat produziert etwa 60 Prozent der Weintrauben von Australien. In den letzten Jahren hat mit der Erweiterung der traditionellen Anbaugebiete vor allem im Barossa Valley die Bedeutung des Weinbaues noch zugenommen. Die Kultivierung des Landes führte in vielen Gegenden zu großen Problemen durch Bodenerosion und Verlust der Ackerkrume. Landbaumethoden wie das Anpflanzen von dürreresistenten Pflanzen und Terrassenfeldbau sollen die Ernteeinbußen einschränken. Von hoher Bedeutung ist die Schafhaltung, die vor allem der Wollproduktion dient. Seit dem 2. Weltkrieg hat die Förderung von Kupfer-, Eisen- und Uranerz, Erdöl, Erdgas und Opalen zugenommen. Die weißen Opale von Andamooka und Coober Pedy sind eine wichtige Devisenquelle. Noch größere wirtschaftliche Möglichkeiten liegen in den Uranvorkommen am Olympic Dam in den Roxby Downs. Die Industrie konzentriert sich vor allem auf die Hauptstadt Adelaide. Wichtige Produktionszweige sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Metall-, Textil-, Automobil- und Elektroindustrie sowie die Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen. In Port Pirie befindet sich ein Stahlwerk.
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