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Windows Live® Suchergebnisse HaussperlingEnzyklopädieartikel
Haussperling, kleiner Sperlingsvogel, ausgeprägter Kulturfolger. Das Männchen hat einen braunen Rücken, eine graue Kappe, weißliche Wangen und ist durch eine auffällige schwarze Kehle mit schwarzem Lätzchen gekennzeichnet. Bei Weibchen und Jungvögeln ist die Oberseite braun und die Unterseite hellgrau. Der Haussperling kommt vom dörflichen Bereich bis in die Großstädte vor. Er ist sehr eng an den vom Menschen gestalteten Lebensraum gebunden: Im Krieg evakuierte Dörfer waren nach einigen Jahren auch von Haussperlingen verlassen. Ursprünglich wohl in Südeuropa und Vorderasien heimisch, wurde er im 19. Jahrhundert nach Amerika eingeführt und ist heute auch in Australien zu finden. Der Haussperling wurde in manchen Gebieten in der Hoffnung eingebürgert, dass er zur Insektenbekämpfung beitragen könnte. Oft entwickelte sich die Art jedoch aus wirtschaftlicher Sicht zu einem Schädling, da Haussperlinge große Mengen an Getreide und jungen Gemüsepflanzen vertilgen können. Außerdem machte der Haussperling nach seiner Einbürgerung einheimischen Vogelarten Nistplätze und Nahrung streitig. Die Hauptnahrung des Haussperlings sind Samen und Insekten. Sein Nest ist häufig ein ungeordnet wirkendes Gebilde aus groben Gräsern, das mit Federn ausgekleidet ist, und wird oft in den Ritzen von Gebäuden, gern unter Dachpfannen, errichtet. Insbesondere in Südeuropa bauen Haussperlinge aber auch frei in Bäumen oder Sträuchern kunstvolle, überdachte Nester. Ein Gelege umfasst vier bis sechs gefleckte Eier, es finden drei bis vier Bruten statt. Eng verwandt mit dem Haussperling sind der Feldsperling und der ähnliche, aber seltene Weidensperling. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) wählte den Haussperling zum Vogel des Jahres 2002. Mit dieser Entscheidung wollte der Naturschutzbund darauf aufmerksam machen, dass die Bestände dieser Art in manchen Regionen deutlich zurückgegangen sind. Eine Ursache ist die moderne Bauweise, die dem Haussperling Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten verwehrt. Hinzu kommt, dass das Nahrungsangebot für Sperlinge wegen der modernen landwirtschaftlichen Methoden abgenommen hat: So lassen Mähdrescher kaum noch Getreidekörner auf den Feldern übrig und auch die früher im dörflichen Bereich weit verbreitete Pferdehaltung, die dem Haussperling reichlich Futterreste bescherte, ist kaum noch anzutreffen. Systematische Einordnung: Der Haussperling gehört zur Familie Passeridae der Ordnung Passeriformes. Er wird wissenschaftlich als Passer domesticus bezeichnet, der Feldsperling als Passer montanus und der Weidensperling als Passer hispaniolensis.
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