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Windows Live® Suchergebnisse Kalixt II.Enzyklopädieartikel
Kalixt II., zuvor Guido von Burgund, (gestorben 1124), Papst (1119-1124), schloss mit Kaiser Heinrich V. zur Beendigung des Investiturstreits das Wormser Konkordat. Kalixt war der Sohn des Grafen Wilhelm von Burgund. 1088 zum Erzbischof von Vienne erhoben, versuchte er, diesem Sitz in Konkurrenz zu Arles einen Primat zu verschaffen, den er später als Papst bestätigte. Als päpstlicher Legat leitete er 1112 die Synode von Vienne, auf der gegen das im Vorjahr von Kaiser Heinrich V. erpresste Investiturrecht Protest erhoben wurde. Nach dem Tod von Papst Gelasius II. in Cluny wählten ihn die dort versammelten wenigen Kardinäle am 2. Februar 1119 zum Papst und krönten ihn am 9. Februar in Vienne. Die Mehrheit der Kardinäle, Klerus und Volk von Rom stimmten am 1. März zu. Von Mouzon aus trat Kalixt mit dem Kaiser in Verhandlungen über das Investiturproblem; die Verhandlungen scheiterten jedoch, weshalb Heinrich im Oktober 1119 von einer in Reims tagenden Synode erneut exkommuniziert wurde. In Rom setzte sich Kalixt 1121 endgültig gegen den seit 1118 amtierenden, aber nun nicht mehr vom Kaiser unterstützten Gegenpapst Gregor VIII. durch, den er im Schandzug durch Rom führen ließ und dann in ein süditalienisches Kloster steckte. Am 23. September 1122 schloss Kalixt mit Heinrich V. das Wormser Konkordat, einen tragfähigen Kompromiss, der den Investiturstreit beendete. Das 1. Laterankonzil erklärte sich 1123 mit dem Friedensschluss einverstanden und erließ wichtige Reformdekrete. Kalixt starb am 14. Dezember 1124 in Rom.
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