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Windows Live® Suchergebnisse Kim Il SungEnzyklopädieartikel
Kim Il Sung (1912-1994), Politiker und Ministerpräsident bzw. Staatspräsident von Nordkorea (1948-1994). Kim Il Sung Ju wurde am 15. April 1912 als Sohn eines Bauern in der Nähe von Pjöngjang geboren. 1926 wanderte er mit seiner Familie in die Mandschurei aus und trat dort in die Kommunistische Partei ein. Ab 1932 baute er die „Koreanische Revolutionäre Volksarmee” auf, mit der er im Chinesisch-Japanischen Krieg gegen die Japaner kämpfte. 1941 floh er mit Teilen seiner Truppen in die Sowjetunion und führte dort seine koreanische Einheit in der Roten Armee an, u. a. angeblich in der Schlacht von Stalingrad. 1945 kehrte er mit den sowjetischen Truppen, die den Norden Koreas besetzten, in sein Land zurück, wurde Vorsitzender der neu gegründeten kommunistischen Koreanischen Arbeiterpartei und 1946 Vorsitzender des Nordkoreanischen Volkskomitees. Im September 1948 rief Kim Il Sung die „Demokratische Volksrepublik Korea” aus – gegen die von Syngman Rhee im August errichtete „Republik Korea”; mit sowjetischer Unterstützung konnte er im Norden Koreas als Ministerpräsident der Volksrepublik seine Machtposition ausbauen und festigen. Kims Versuch, seinen Herrschaftsbereich auch über den Süden auszudehnen, leitete den Koreakrieg (1950-1953) ein, der zur endgültigen Teilung Koreas führte. Nach dem Krieg schaltete Kim seine letzten Widersacher im Norden aus, errichtete ein Regierungssystem nach sowjetischem Vorbild und machte sich mit einigem Erfolg daran, die wirtschaftliche Lage des Landes zu verbessern; zugleich baute er einen beispiellosen Kult um seine Person auf. 1966 wurde Kim zum Generalsekretär der Koreanischen Arbeiterpartei und 1972, nach der Verabschiedung einer neuen Verfassung, zum Staatspräsidenten gewählt. Seine Bemühungen, eine kommunistische Dynastie zu errichten, hatten 1980 Erfolg, als der 6. Kongress der Arbeiterpartei seinen Sohn Kim Jong Il zu seinem Nachfolger designierte. Kim starb am 8. Juli 1994. Vier Jahre später, im September 1998, ernannte ihn die Oberste Volksversammlung zum „ewigen Präsidenten” und schaffte in Reminiszenz an den Staatsgründer das Amt des Staatspräsidenten ab.
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