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Krone

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StephanskroneStephanskrone
Artikelgliederung
1

Einleitung

Krone, Kopfschmuck, der als Rangzeichen Macht und Amt eines Herrschers versinnbildlichen kann und im regionalen Brauchtum in Deutschland und Osteuropa als Hochzeitsschmuck üblich ist. Im übertragenen Sinn wird mit Krone auch die Monarchie als Institution bezeichnet.

2

Die Krone in der Antike

Kronen wurden schon im Altertum getragen, in Form eines Helmes oder eines Stirnbandes über den Augenbrauen, manchmal auch in Form einer Kappe. Im antiken Ägypten trugen die Könige eine Doppelkrone in Form eines weißen Helmes als Zeichen ihrer Herrschaft über Oberägypten und eine offene, bandähnliche, rote Krone, die ihre Herrschaft über Unterägypten zeigte. Die persischen Könige trugen Kronen in Form eines steifen Helmes oder einer dreistufigen Krone (Tiara) mit einem breiten Band oder einen mit Bändern beflochtenen, hinten offenen Stirn- oder Kopfreif (Diadem).

Im antiken Griechenland wurden den Siegern bei Sport- und Lyrikwettbewerben oder Bürgern für besondere Leistungen Kronen in Form von Blumengebinden oder Lorbeerkränzen verliehen. Solcher Kopfschmuck wurde auch bei Hochzeiten und Beisetzungen getragen. Im antiken Rom wurden diese Traditionen fortgeführt. Girlanden wurden an Soldaten verliehen, die römischen Bürgern im Kampf das Leben gerettet hatten. Der Lorbeerkranz, der für militärische Verdienste verliehen wurde, wurde auch von den römischen Herrschern einem goldenem Diadem vorgezogen. Im 3. Jahrhundert n. Chr. übernahmen die Römer das Symbol östlicher Königsherrschaft: ein mit Edelsteinen besetztes Diadem, das am Hinterkopf befestigt wurde und zwei freihängende Enden besaß.

3

Mittelalter und Neuzeit

Die byzantinischen Herrscher trugen ein breites Band aus Gold oder eine halbrundförmige Goldkrone, die mit Edelsteinen geschmückt war. Anstelle der Stoffenden wie beim römischen Diadem hingen Golddrähte oder Kettchen (siehe Metallarbeiten), die oft mit Edelsteinen besetzt waren, über die Schläfen. Die Helmkrone des heiligen Stephan von Ungarn aus dem 11. Jahrhundert soll wie auch die russische Krone (auf einen Zobelfellrand gesetzte Goldkrone) auf einem älteren byzantinischen Modell beruhen. Eine frühe Variante der westeuropäischen Krone war das Diadem aus Metallplatten, das mit kleinen Scharnieren zusammengehalten und zur Lagerung auseinandergenommen werden konnte. Auch die lombardische Eisenkrone aus dem 9. Jahrhundert und die mit Juwelen besetzten und emaillierten Kronen der Herrscher des Heiligen Römischen Reiches waren so konstruiert. Andere mittelalterliche Kronen bestanden aus glänzenden Reifen mit juwelenverziertem Gold und reliefartig hervorstehendem Kleeblatt.

Im 15. Jahrhundert bestanden die Kronen der französischen und englischen Könige aus Reifen, in denen sich im rechten Winkel ein Bogenpaar traf, auf dem ein Reichsapfel angebracht wurde. Solche Kronen wurden oftmals über einer weichen Kappe aus Samt getragen. Mitglieder des Hochadels trugen einfachere Varianten des Bogens auf einer Kappe.

Während der Französischen Revolution gingen einige Königskronen verloren, ebenso wie viele englische Kronen im Bürgerkrieg des 17. Jahrhunderts. Nach der Wiederherstellung der Monarchie wurde 1661 eine als Saint-Edwards-Krone bezeichnete Goldkrone für Charles II. gefertigt. Sie ist seither bei allen Krönungszeremonien in England eingesetzt worden. Eine mit Diamanten und anderen Edelsteinen besetzte Staatskrone wurde für Königin Viktorias Krönung 1838 angefertigt und wird vom Monarchen zur Eröffnung des Parlaments und bei Staatsakten getragen. Die deutsche Reichskrone (heute Wien, Schatzkammer in der Hofburg) ist mit gewölbt geschliffenen Steinen besetzt, welche die Tugenden des gütigen Herrschers symbolisieren sollen. Ihre acht seitlichen Emailleplatten versinnbildlichen die Tore des himmlischen Jerusalems. Der Kronenreif entstand 926 zur Krönung Ottos des Großen, das Kreuz wenig später; um 1030 kam der Kronenbügel hinzu.

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Papstkrone

Die Päpste trugen bei ihrer Krönung meistens eine Dreifachkrone (Tiara) in Form eines Helmes zum Zeichen geistlicher und weltlicher Macht, der dem byzantinischen Modell nachempfunden war. Seit dem 13. Jahrhundert werden diese Kronen von drei juwelenbesetzten Bögen zusammengehalten. Seit der symbolischen Kronenablegung von Papst Paul VI. 1964 wird die Tiara von den Päpsten nicht mehr getragen.

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